Virtuelle Assistenten
Azuma Hikari: Holografische Lebensgefährtin in der Gatebox

In Japan kann man nun die dortige Version des Amazon Echo vorbestellen. Das Gerät nennt sich Gatebox und wird von dem hübschen holofrafisch dargestellen Anime-Mädchen Azuma bewohnt. Sie kann sämtliche Geräte in der Wohnung steuern, Nachrichten an ihren Besitzer schicken und mit ihren Sensoren sowie Kameras ihre Umgebung wahrnehmen. Eine Konkurrenz für Alexa und Co. wird sie dennoch nicht sein, nicht zuletzt wegen dem überteuerten Preis.
von Vera Bauer am 17. Dezember 2016

Alexa, die Stimme, die in Amazon Echo haust, ist sehr hilfsbereit, freundlich und immer zuvorkommend. Siri, Cortana und andere KI-Assistenten sind das auch und es gibt noch eine Gemeinsamkeit: Sie haben kein Aussehen. Es ist nur die Stimme, die mit uns kommuniziert, wie wir sie die Assistenten vorstellen bleibt tatsächlich unserer Fantasie überlassen. Ganz im Gegensatz zu Azuma Hikari, die in der sogenannten Gatebox lebt. Man könnte fast sagen, dass sie die japanische Variante des Amazon Echo ist.

Statt eines simplen, zylindrischen Lautsprecher, ist die Gatebox (22 x 36 x 52 Zentimeter) mit einem Bildschirm samt Projektor ausgestattet. In dem kreisrunden Gefäß wird Azuma holografisch dargestellt, entsprechend ihrer Eigenschaften bedeutet der Name so viel wie „Licht“. Sie ist ein vollständig interaktives virtuelles Anime-Mädchen, dass die grundlegende Steuerung in einem Smart Home übernehmen kann und voller Liebe für ihren „Master“ ist.

Die Gatebox hat Mikrofone, Kameras, Sensoren zur Erkennung von Temperatur und Bewegung verbaut. Dadurch kann eine sehr viel persönlichere Bindung zu Azuma eingegangen werden, als es mit einer Stimme im Handy der Fall wäre. Sie erkennt nämlich Gesicht sowie Stimme ihres Besitzers und kann mit ihm interagieren. Am Morgen weckt sie ihren „Meister“, erinnert ihn an seine anstehenden Aufgaben und empfängt ihn Abends nach der Arbeit wieder mit einer überschwänglichen Begrüßung. Mittels einer App für iOS & Android kann sich der „Master“ auch außerhalb seiner vier Wände mit Azuma „unterhalten“.

Laut dem Hersteller soll Azumas Charakter eine „heilende Stimme“ haben, während sie „ihren Meister täglich unterstützt“. Je mehr ihr Besitzer mit Azuma reden, desto mehr lernt sie über sein Leben und soll, wenn möglich, eine emotionale Stütze sein. Auf der Gatebox Webseite steht geschrieben, dass das Anime-Mädchen dem Nutzer ein Leben mit jemandem ermöglicht, ohne, dass er dabei seine Freiheiten aufgeben muss.

Diese sogenannte „Freiheit“ ist nicht gerade billig. Die Gatebox kann man für einen Preis von umgerechnet 2.500 Euro vorbestellen. Ausgeliefert wird die holografische Anime-Assistentin dann im Dezember nächsten Jahres.

Das ganze Konzept von Azuma kommt mir so komisch vor, dass ich überhaupt nicht weiß, wie ich meine nächsten Worte formulieren soll. Anscheinend soll dieses Gerät einsamen Männern das Gefühl vermitteln, gebraucht zu werden. Sie haben einen Grund nach Hause zu kommen, wo jemand auf sie wartet und bereits das Licht angemacht hat. Eigentlich wirklich traurig!

Was haltet ihr von Azuma und der Gatebox? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare!

via: mashable