Digitale Assistenten
Barbie wird digital: Mattel stellt Puppe als digitale Assistentin vor

In New York wurde auf der Toy Fair die neuste Barbiepuppe vorgestellt. Diesmal ist sie aber nicht zum Anfassen, denn sie lebt in einem Bildschirm. Die sogenannte "Hello Barbie Hologram" soll eine digitale Assisentin sein, die man auch nach Belieben stylen kann. Bis jetzt ist das Ganze nur ein Prototyp - wann das Endprodukt auf den Markt kommen soll, ist noch unklar.
von Vera Bauer am 18. Februar 2017

Das Thema der vernetzten Puppe haben wir heute bereits behandelt. Eine Puppe, die jeder kennen sollte und die schon fast 60 Jahre alt ist, ist natürlich Barbie. Über die Jahre hinweg hat sie schon viele Gesichter gehabt, unterschiedliche Frauen verkörpert und sogar verschiedene Berufe ausgeübt. Nun gibt es Barbie erstmals nicht zum Anfassen, denn jetzt kommt die blonde Puppe als Hologramm. Wie es für Barbie so üblich ist, besteht ihre digitale Umgebung zum größten Teil aus den Farben Pink und Rosa. Vorgestellt wurde sie gestern auf der New York Toy Fair und zugegeben: Sie erinnert ein bisschen an Azuma Hikari, das Hologramm-Mädchen für einsame Männerherzen.

Das Produkt nennt sich „Hello Barbie Hologram“ und in den letzten paar Jahren wurden schon zwei ähnliche Projekte vorgestellt. Dort allerdings wurde die künstliche Intelligenz in einer physischen Barbie untergebracht und wirklich viel konnten die zwei auch nicht. Die Hologramm Barbie soll im Vergleich dazu ein echter digitaler Assistent sein. Ähnlich wie Alexa reagiert die blonde Schönheit auf die Worte „Hello Barbie“, womit man sie in ein Gespräch über das Wetter, aktuelle News oder andere Themen verwickeln kann.

Auf der Messe wurde noch nicht das finale Produkt gezeigt und strenggenommen ist es auch kein Hologramm. Laut dem Hersteller Mattel soll es nur so wirken, denn es werden keine Laser eingesetzt. Der Prototyp ist mehr eine Projektion, die auf halbdurchsichtigem Glas tanzt – das Endprodukt wird ähnlich aussehen. Um die KI der Puppe vorzuführen, wurde auf der Messe allerdings ein Display mit einer digitalen Barbie darauf zu Hilfe genommen.

Dabei bewegt sie sich sehr natürlich und interaktiv – steht nicht nur da und erzählt dem Nutzer etwas. Auf die Frage, wie es denn gerade um das Wetter steht, spaziert Barbie zum einzigen Fenster in ihrem pinken Raum, schaut hinaus, gibt einen Wetterbericht ab und fügt hinzu, dass es perfektes Flipflop-Wetter wäre. Der Nutzer kann die digitale Assistentin auch bitten eine Erinnerung aufzuschreiben. Daraufhin zückt Barbie ihr virtuelles Smartphone und speichert eine Notiz.

Trotz der Einführung in die digitale Welt, ist sich Barbie weitestgehend treu geblieben. Sie ist nicht nur Assistentin, nein. Der Nutzer, oder in diesem Fall wohl eher das Kind, kann sie nach Belieben stylen, ihr verschiedene Outfits verpassen, die Frisur sowie Haut- und Haarfarbe verändern.

Da wir das Kind gerade erwähnt haben und ihr euch jetzt sicherlich fragt: „Moment mal Vera, ist das nicht das gleiche Spiel wie mit der Cayla Puppe nur in Grün?“. Nunja, Jein! Natürlich findet der Anwendungsfall im Kinderzimmer statt, das dürfte klar sein. Auch, dass die digitale Barbie mit dem Internet verbunden ist, ist nichts Neues. Laut dem Hersteller Mattel entspricht die Hologramm Puppe allerdings den geltenden staatlichen Standards im Bezug auf die Sicherheit. Es wurde auch deutlich gemacht, dass man davon ausgehe, dass Kinder den Barbiekasten abschalten, wenn sie ihn nicht benutzen. Außerdem plant das Unternehmen nicht, die Konversationen zwischen Puppe und Kind zu speichern.

Trotz all dieser Aussagen ist das Thema natürlich weiterhin fragwürdig. Da das Produkt noch nicht auf dem Markt ist und sich noch in der Entwicklungsphase befindet, würde ich sagen, dass wir abwarten müssen, was sich daraus ergibt.

via: mashable