Hardware
Bemerkenswert: Finale Spezifikationen der Xbox Scorpio veröffentlicht

Endlich ist es soweit: Die finalen Spezifikationen für die neue Xbox wurden preisgegeben. Die bis dahin immer noch unter dem Codenamen "Project Scorpio" bekannte 4K-Konsole kommt tatsächlich mit einigen tollen Hardware-Daten, die die Xbox One und die PS4 Pro in den Schatten stellen.

Letzte Woche wurde Digital Foundry zu Microsofts Redmon Campus eingeladen, um einen exklusiven Einblick in die Technologie der nächsten Xbox, Codename Project Scorpio, zu erhaschen. Sie kamen nicht mit leeren Händen wieder, denn sie durften als erstes über die finalen Spezifikationen der 4K-Konsole berichten. Es handelt sich bei dem sagenumwobenen Gerät übrigens nicht um einen Nachfolger der Xbox One, sondern vielmehr um ein technisches Upgrade.

Seit Phil Spencer – Leiter der Xbox-Sparte bei Microsoft – einige technische Daten auf der letzten E3 enthüllt hat, haben sich die Spezifikationen etwas weiterentwickelt. Neben der 4K-Auflösung hat die neue Konsole auch HDR und eine generell verbesserte Grafikqualität zu bieten. In den letzten Monaten wurde darüber hinaus viel über die verbaute CPU in Project Scorpio gemunkelt. Die finale Version beherbergt nun keine AMD RYZEN CPU, sondern eine modifizierte Jaguar CPU. Sie soll momentan das Beste sein, was man in einer Konsole finden kann. Die weiteren technischen Daten, auch im Vergleich zur Xbox One und zur PS4 Pro, könnt ihr aus der Tabelle ablesen.

Ich finde, das sind wirklich tolle Spezifikationen – eine Konsole, auf die man sich wirklich freuen kann. Es wurde damit jetzt auch das Ultra-HD Blu-ray Laufwerk bestätigt, welches auch schon in der Xbox One S zu finden ist. Klar, dass Microsoft von diesem Feature bei ihrem neuen High-End-Gerät nicht mehr abweichen will. Dagegen sieht die PS4 Pro plötzlich wie ein begossener Pudel aus: 4 GB mehr RAM, eine höhere Speicherbandbreite, bessere GPU sowie CPU und natürlich der achtkernige Prozessor mit 2,3 GHz Takt. Damit sind die neuen x86-Kerne der Scorpio 31 Prozent schneller als die der Xbox One.

Wer solch eine Performance auffährt, der will auch gekühlt werden. Bei der Scorpio wird ein Dampfkammer-Kühlkörper genutzt, der ein Grundgerüst aus Kupfer besitzt und im Inneren ein Vakuum aus ionisiertem, destillierten Wasser. Dieses absorbiert die Hitze, verdampft und kondensiert an den Lamellen des Kühlkörpers. Durch einen zentrifugalen Lüfter kann die Hitze schlussendlich das Gerät verlassen. Eine ausgeklügelte Kühllösung, die man sonst nur von hochwertigen Grafikkarten kennt.

Trotzdem braucht die Xbox Scorpio ein internes Netzteil mit 245 Watt. Die Anschlüsse am Rücken der Konsole sind identisch zu der Xbox One S. Damit möchte Microsoft einen schnellen Aufbau für diejenigen gewährleisten, die bereits die S-Konsole im Schrank stehen haben. Altes Gerät abstoppseln, neues dran und fertig.

In Zusammenarbeit mit AMD konnte Microsoft die Grafikauflösung deutlich erhöhen, denn als Resultat präsentiert sich die neue Konsole mit 40 Radeon Compute Units in der Scorpio Engine, die mit bemerkenswerten 1.172 MHz laufen. Im Vergleich dazu sehen die Xbox One und die PS4 Pro ganz schön alt aus. Microsoft schafft es so in der Tat das Performance-Ziel von 6.0 Teraflops für die GPU zu erreichen. Wahnsinn!

Die Jungs von Digital Foundry haben es sich bei ihrem exklusiven Einblick natürlich nicht nehmen lassen, auch eine Demonstration der 4K-Auflösung in Form von „Forza Motorsport 7“ zu sehen. Wie ihr auf dem Bild vielleicht erkennen könnt, liegt die GPU trotz nativem 4K und 60FPS nur bei 64,19 Prozent. Zwar ist das schon recht bemerkenswert, jedoch betonen die Entwickler, dass der Test noch nicht repräsentativ für die finale Version ist, da es sich hier um ein isoliertes Game mit Xbox One Einstellungen handelt. Ich bin mir allerdings sicher, dass die GPU da nicht mehr groß aufdrehen wird, wenn die Konsole erstmal auf dem Markt ist.

Nun freue ich mich auf die E3 2017, denn dort will Microsoft die Xbox Scorpio vorstellen oder zumindest noch mehr Details von ihr preisgeben. Ein paar Bilder zum Design des Geräts wären auch nicht schlecht. Zu den Gerüchten über die VR-Unterstützung der Scorpio hat Microsoft leider noch nichts verlauten lassen.

Was haltet ihr von den Spezifikationen zur neuen Xbox Scorpio? Freut ihr euch auf die Konsole von Microsoft?

Quelle: eurogamer