Blade Runner (1982)

Heute vor 36 Jahren erschien mit Blade Runner einer der wichtigsten Science-Fiction Filme aller Zeiten.

Heute vor 36 (!) Jahren, am 25. Juni 1982, erschien mit Blade Runner einer der wohl wichtigsten und besten Science-Fiction Filme aller Zeiten. Der Film von Ridley Scott basiert auf dem Roman ”Träumen Androiden von elektrischen Schafen?” von Philip K. Dick. Da zeitgleich mit “E.T. – Der Außerirdische” ein überaus erfolgreicher Film erschien, blieben Blade Runner der finanzielle Mega-Erfolg und viele Auszeichnungen anfangs verwehrt.

Blade Runner spielt in düsteren, schmutzigen, überbevölkerten Los Angeles, im November 2019. In ferne Welten soll ein besseres Leben warten – sofern man es sich leisten kann. Diese werden von sogenannten “Replikanten” erschlossen – künstliche Menschen, die von der Tyrell Corporation hergestellt werden und äußerlich nicht mehr von normalen Menschen zu unterscheiden sind. Sie sind stark, klug, entwickeln im Laufe der Zeit Gefühle, sind sich ihres Replikanten-Daseins mitunter gar nicht bewusst – und müssen auch deshalb nach vier Jahren “sterben”.

“I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain. — Time to die.”
 
„Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen. — Zeit zu sterben.“

Rick Deckard, gespielt von einem großartigen Harrison Ford, soll als “Blade Runner” entflohene Replikanten einer weit entwickelten Modellserie “in den Ruhestand versetzen”. Er verliebt sich jedoch in eine Replikantin und beginnt, an der Sinnhaftigkeit seines Auftrags zu zweifeln.

Blade Runner gilt rückblickend als wegweisend, weil er z.B. auf dem Gebiet der Genetik einige Entwicklungen vorweggenommen hat. So sind gentechnisch veränderte Organismen inzwischen Realität und noch immer gibt es heftig geführte Debatten um die Zulässigkeit von Klonen. Zudem gibt es weiterhin Bedenken, dass kommerzielle Interessen wie die des überzeichnet dargestellten Chefs der Tyrell Corporation die eventuell sinnvolle Forschung dominieren und in gewissem Maße pervertieren könnten.

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Darüber hinaus geht es um Misstrauen bis hin zur Paranoia, Kontrolle und Überwachung, Macht (in den falschen Händen), allgegenwärtige Werbung und die Auflehnung gegen eine gottgegebene Ordnung bzw. den Niedergang der “Schöpfung”. Ebenfalls rückblickend ist es vielleicht mehr als nur eine Anekdote, dass Los Angeles nur wenige Autostunden entfernt vom Silicon Valley liegt, an der Westküste der USA.

Ridley Scott hatte drei Jahre zuvor Alien (1979) vorgelegt, zwei Jahre später (1984) erschien James Camerons Terminator.

Blade Runner 2049 (Trailer)