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Blincam: Brillen-Kamera mit Zwinkerauslöser

Auf einer japanischen Crowdfunding-Seite wurde eine Kampagne für eine blink-to-shoot-Kamera vorgestellt. Es ist ein Kamera-Aufsatz für die Brille, mit der man Momentaufnahmen einfangen kann. Durch Zwinkern wird der Auslöser betätigt.

Kameras, die mit einem einfachen Blinzeln ausgelöst werden können, gibt es bereits auf dem Markt. Einige Selfie-Kameras und auch die Google Glass arbeiten damit. Nun hat eine japanische Crowdfunding-Seite eine Kampagne für eine blink-to-shoot-Kamera vorgestellt, die auf jede Brille passt. Die sogenannte Blincam hat in Japan das Finanzierungsziel bereits um das zehnfache überschritten.

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Gestaltet wurde das besondere Brillen-Zubehör von Shota Takase. Bei einem kräftigen Zwinkern nimmt die Blincam einen Schnappschuss auf. Die Kamera hat einen Sensor verbaut, der zwischen einem vorsätzlichen und einem natürlichen Blinzeln unterscheiden kann. Erste Tester berichten, dass die Blincam mit ihrem patentierten Sensor zu 90 Prozent Genauigkeit aufweist. Die aufgenommenen Fotos werden per Bluetooth an das Smartphone gesendet.

Laut den Entwicklern soll die Blincam aber keine normale Kamera ersetzen. Das Produkt sei lediglich dazu da, Momentaufnahmen einzufangen, die schon wieder vorbei wären, wenn man eine Kamera zücken würde. In Japan kommt die Idee anscheinend gut an, doch das ist nicht überall so. Wie bei früheren Produkten, weist die Blincam einige Punkte auf, die nicht wirklich durchdacht sind. Zum einen kann man nicht wirklich sehen, in welcher Perspektive man das Foto schießt. Zum anderen wirft solch eine Blinzel-Kamera die gleichen Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre auf, die auch bei Google Glass entstanden sind.

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Meine Meinung zu Blincam ist zweigeteilt. Einmal ist die Idee, Momentaufnahmen ohne zusätzlichen Aufwand einzufangen, toll und seien wir mal ehrlich, jede andere Auslöser-Geste würde das Konzept wieder zunichtemachen. Allerdings sehe ich das Ganze auch sehr skeptisch, denn schnell mal eben Fotos nur durchs Zwinkern zu schießen, senkt die Hemmschwelle und könnte, wie oben schon erwähnt, zu Problemen mit der Privatsphäre führen. Ausstehende Leute, die nicht wissen was die Blincam ist, könnten das Blinzeln auch falsch verstehen und das wäre dann wirklich unangenehm. Außerdem muss man für die Blincam ein Brillenträger sein.

Quelle: digitaltrends