Smart Machines
CamSoda stellt erstes Roboter-Cam-Model mit KI vor

CamSoda ist eine Webseite für Cam-Girls. Doch seit neustem tummeln sich dort nicht nur halbnackte Mädels vor der Kamera, sondern auch Cardi-Bot - ein Roboter, der alle wesentlichen weiblichen Geschlechtsmerkmale vorweist. Die Blechfrau soll ebenso mit den Zuschauern interagieren und ihre Wünsche umsetzen.
von Vera Bauer am 27. Oktober 2018

Künstliche Intelligenz und Roboter haben einen bedeuteten Einfluss auf Branchen aller Art. Egal wo man hinschaut, in jedem Bereich könnte man die Arbeit durch speziell antrainierte Roboter erleichtern. Selbst die Sexindustrie kann von dieser technologischen Entwicklung profitieren. Nicht umsonst waren zur CES 2018 zwei tanzende Strip-Roboter in einem Club unterwegs. Die Webseite CamSoda greift diese Idee auf und stelle ein Roboter-Cam-Modell vor.

Die ganze Idee erinnert stark an den Strip-Auftritt, der beiden Roboter in Las Vegas, was auch kein Zufall ist,  denn sie stammen vom britischen Künstler Giles Walker. Noch dazu, tanzt der sogenannte Cardi-Bot um eine Stange herum und bewegt sich “lasziv”. Aber einen Unterschied gibt es: Der CamSoda Roboter kann Befehle seiner Zuschauer hinter der Kamera ausführen, interagiert also mit Hilfe seiner künstlichen Intelligenz.

“Je mehr Cardi-Bot mit den Benutzern interagiert, desto mehr Sprachmerkmale wird sie lernen und eine dialogfähigere Interaktion und menschenähnliche Erfahrung schaffen.” Daryn Parker, CamSoda

Der Kopf des Cardi-Bots sieht aus wie eine Sicherheitskamera und der Rest des Körpers ist zwar anzüglich gestaltet, sieht aber immer noch sehr technisch aus. Der Künstler Giles Walker entwarf den Roboter, der Teil einer Serie ist, die er auf seiner Website “Kinetik” nennt. Die Roboterreihe gibt es schon seit sieben Jahren und er entwickelte sie eher als Kunstprojekt – quasi mechanische Spanner, mit ihren Sicherheitskameras als Kopf. Außerdem möchte er darauf hinweisen, dass beim Zuschauen rein aus purer Lust auch ein besonderes Spiel zwischen Macht und Voyeurismus stattfindet.

Leider geizt CamSoda sehr mit den Informationen rund um die Entwicklung und der künstlichen Intelligenz ihres Cardi-Bots. Fest steht, dass er jeden Befehl ausführen wird, den ein Zuschauer ihm mitteilt. Übrigens wurde die Cam-Seite von der HBO-Serie Westworld inspiriert, um “den Menschen eine kostenlose Möglichkeit zu bieten, mit Robotern zu interagieren, die für die meisten zu kostspielig sind”. Und es ist wahr: Eine High-End-Sexpuppe kann gut und gerne 15.000 Euro kosten. Das männliche Äquivalent ist da übrigens durchaus preiswerter.

Nun können Benutzer von CamSoda einmal pro Woche einen kostenlosen öffentlichen Chatraum betreten, in dem sich Cardi-Bot an einer Stange räkelt. Wie bei anderen Cam-Girls, können sie auch dafür bezahlen, sich mit dem Roboter in einen privaten Chatraum zu begeben, wo sie intimer interagieren können. In Zukunft soll Cardi-Bot  seine Dialoge verbessern und stetig die menschliche Sprache optimieren.

via: camsoda