Tierisch
Catterbox: Wenn Katzen anfangen zu reden

Mit ihren Haustieren zu reden, ist für viele Tierbesitzer selbstverständlich. Doch, was wäre wenn unsere Katzen oder Hunde auch antworten würden? Das Temptations Lab hat nun die Catterbox vorgestellt und möchte damit allen Katzen eine Stimme verleihen. Angeblich erfasst und übersetzt das Gadget das Miauen der Vierbeiner in unsere menschliche Sprache.

Ich habe drei Kaninchen und zugegeben, ich rede viel und gerne mit ihnen. Ich denke, jeder Haustierbesitzer redet mit seinem Tier und spätestens seit Dr. Dolittle wünscht man sich, es würde einem antworten. Es wäre doch schön, wenn es ein Gadget vielleicht in Form eines Halsbands geben würde, der ein Bellen oder Miauen in unsere menschliche Sprache übersetzt. Bei Kaninchen würde sich das schon schwieriger gestalten weil die keine Laute von sich geben.

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Ich bin letztens über das obige Video gestolpert, in dem im Wesentlichen genau diese Idee vorgestellt wird. Es handelt sich hierbei um ein Halsband für Katzen mit dem Namen Catterbox, und es soll angeblich das Miauen in reale menschliche Worte übersetzen können. Die Werbung wurde – aufgepasst! – von der Firma Tempations gemacht, die Katzenleckerlies herstellt.

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Im Video wird erklärt, dass Katzen nur miauen, um mit Menschen zu kommunizieren. Die Erfinder haben dann verschiedene Miau-Arten analysiert, sie übersetzt und festgelegt. In der Catterbox ist ein Analysesystem verbaut, welches die verschiedenen Arten erkennt und sie abgleicht, um die richtige Übersetzung zu finden. Eine Stimme spricht dann aus dem Halsband den entsprechenden Satz und in der dazugehörigen App kann man diese sogar einstellen. Das Gerät hat somit einen Lautsprecher und ein Mikrofon verbaut. Außerdem ist es Bluetooth- und WiFi-fähig.

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Nun stellt sich natürlich die Frage: Ist das Gerät echt oder alles nur ein Werbegag, um mehr Katzenleckerlies zu verkaufen? Die Seite wirkt für mich irgendwie nicht überzeugend. Nirgendswo wird auf einen anstehenden Verkauf aufmerksam gemacht und ein Kontaktformular, bei dem man seine Mail-Adresse eingibt, um auf dem Laufenden zu bleiben, scheint es auch nicht zu geben.

Cats are often perceived as quite hard to get to know, independent pets, so we set up The Tempations Lab to find innovative ways to inject even more fun into a cat and owner’s relationship. Richard Brim, Executive Creative Director

Außerdem frage ich mich, wie das Gerät funktionieren soll. Es werden keine Hirnströme gemessen, um die Stimmung und das Gesagte, ähm Miaute, zu erfassen. Nicht jede Katze hört sich gleich an. Unterschiedliche Rassen unterscheiden sich nämlich deutlich in ihrem Ton. So sind zum Beispiel Siamkatzen dafür bekannt, ein merkwürdiges schrilles Heulen von sich zu geben. Das passt also alles nicht wirklich zusammen.

 

Was meint ihr? Ist Catterbox ein echtes Gerät, dass bald auf den Markt kommt oder handelt es sich dabei lediglich um eine Werbekampagne?

Quelle: catterbox, theverge und hillspet