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CES 2019: Braucht eine Katzentoilette IoT-Anbindung?

Auf der CES 2019 stellt die Firma Purrsong ein smartes Katzenklo vor, das den Namen LavvieBot trägt. Es reinigt sich selber und informiert den Besitzer stets über Statusupdates. Da schauen wir uns doch direkt mal an, was das Gerät so drauf hat und ob man wirklich eine App zum Katzenklo braucht?
von Vera Bauer am 5. Januar 2019

Von einigen Katzenliebhabern und Besitzern hört man ja immer wieder grausiges über das Katzenklo. Es würde stinken und eigentlich mag es niemand so richtig reinigen. Doch natürlich ist es wichtig, das Geschäft der Katze regelmäßig zu beseitigen, sonst wird der Geruch nur noch penetranter und der flauschige Vierbeiner wird einem immer höheren Risiko von Harnwegserkrankungen ausgesetzt.

Und was wäre, wenn man die Arbeit gar nicht mehr selbst machen müsste? Man kommt nach einem langen Tag nach Hause und findet ein sauberes Katzenklo und ein glückliches Haustier vor. Das zumindest verspricht der LavvieBot, ein smartes Katzenklo, das sich automatisch reinigt. Doch ich frage mich: Wie sinnvoll ist eine Toilettenbox mit Internetanbindung?

Der LavvieBot sieht auf den ersten Blick aus, wie eine kleine Waschmaschine, ist aber nicht viel höher als 70 Zentimeter und nicht breiter als 50 Zentimeter. Das Gerät ist also groß genug, damit es die meisten Katzenarten verwenden können. Im Inneren liegt wie gewohnt eine Schale, die sechs Liter Katzenstreu umfasst. Der Mensch muss den LavvieBot nur alle 2 bis 3 Wochen mit neuem Streu versorgen, da das Gerät ein automatisches Reinigungs- und Nachfüllsystem hat.

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Um die Hinterlassenschaften der Katze abzutransportieren, geht, nachdem die Katze aus dem Klo gehopst ist, eine Art Rechen durch das Streu und schöpft den Abfall in den verbauten Behälter. Die Entwickler haben sich wohl jahrelang mit diesem Mechanismus beschäftigt, da er verlässlich reinigen und leise arbeiten sollte.

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Sensoren im Inneren stellen immer wieder fest, ob sich eine Katze im Klo befindet und wenn doch mal eine während des Reinigungsvorgangs hineinhüpft, wird LavvieBot diesen sofort unterbrechen. Dazu gibt’s ein Kokosnusskohle-Deo im Inneren, um den Geruch der Toilette zu neutralisieren.

Soviel also zum Design und zum Gebrauch des LavvieBots, die smarte Funktion fehlt aber noch und diese wird über eine WiFi-Funktion sowie App-Unterstützung sichergestellt. Über die „Purrsong“-App informiert LavvieBot den Besitzer über die Kotmengen und den Status der Abfalltüte. Diese kann man natürlich auch gleich über die Anwendung neu bestellen.


Außerdem verfolgt die App die Häufigkeit und Länge, mit der die Katze LavvieBot verwendet, so dass man merken könnte, sobald das Tier krank ist. Hat man einen Mehrkatzenhaushalt, so erkennt LavvieBot jede von ihnen – allerdings nur, wenn sie einen Gewichtsunterschied von mindestens 700 Gramm haben.

Bisher geben die Entwickler noch keinen Preis von ihrem smarten Katzenklo an, doch sie stellen es dieses Jahr auf der CES 2019 vor. Vielleicht erfahren wir im Gespräch mit ihnen doch noch ein bisschen mehr über das einzigartige Gerät.

via: lavviebot