Wearables
Kreiseln, verschieben und aufklappen: Diese Smart Watch bewegt sich am Handgelenk

Ein Forscherteam von zwei Universitäten hat den Prototypen von Cito entwickelt, einer Smart Watch, die mit Bewegungsmustern arbeitet. So kann sich das Display verschieben, drehen oder sogar anwinkeln. Ein schönes Beispiel dafür, mit was für Interaktionen ein Wearable noch ausgestattet werden kann.

Wieder einmal geht es um Displays, oder vielmehr darum, wie man sie erweitern kann. Denn ein visuelles Interface alleine ist unglaublich langweilig. Wie beispielsweise an Smart Watches – ein kleiner Minibildschirm am Handgelenk, na Happy Birthday. Forscher am Dartmouth College und der Universität in Waterloo teilen meine Meinung anscheinend, denn sie haben den Prototypen einer Smart Watch entwickelt, die mit dem Nutzer auf einer weiteren Interaktionsebene kommuniziert.

Ihr Hauptmerkmal, ist nämlich die Bewegung. Das Wearable namens Cito, hat dank mehrerer kleiner Motoren die Fähigkeit, das Display zu drehen, zu schieben oder anzuwinkeln. Das Forscherteam ist der Meinung, dass sich die meisten auf dem Markt befindlichen Smart Watches primär damit befassen, wie der Nutzer Informationen leichter eingeben kann. Ihr Gerät zielt jedoch darauf ab, wie man Daten an den Träger präsentiert. Zum Beispiel durch den Bewegungsaspekt.

Dieser kommt zum Einsatz, wenn die Uhr beispielsweise vom Nutzer abgewandt ist. Dann nämlich verschiebt sich das Display einfach um das Handgelenk am Armband entlang, um dem Träger wieder ins Gesicht „schauen“ zu können. Bei einer Benachrichtigung winkelt sich das Display an oder schiebt sich selbstständig aus dem Ärmel hervor. Rotiert der Bildschirm um 45 Grad, bedeutet das, dass der Nutzer gerade einen Anruf erhält. Im Video seht ihr noch einige weitere Anwendungsfälle.

Wie wir sehen, gibt es viele Bewegungsmuster, die alle für einen bestimmten Zweck eingesetzt werden können. Besonders schön finde ich ja die Funktionsweise des Navigierens bei der Cito Watch, denn in diesem Fall dreht sich das Display in die entsprechende Richtung, in die der Nutzer gehen soll. All diese Bewegungen können entweder unabhängig voneinander auftreten oder auch zusammen.

Co

nsumers will question the need for smartwatches if the devices are just not convenient enough. Cito proves the true potential of smartwatches and shows that they can be functional and fun. Xing-Dong Yang, Professor der Computerwissenschaft in Dartmouth

Bei der Entwicklung des Prototyps führten die Forscher zwei voneinander getrennte Studien durch, um die Nützlichkeit, soziale Akzeptanz und den dadurch entstehenden Komfort von verschiedenen Bewegungsmustern herauszufinden. Die Cito Watch kommt gut an und das Team arbeitet daran, das Gerät nutzerfreundlicher zu gestalten (Klar, mit solch einem Batterieklotz am Arm will natürlich keiner rumlaufen), um es vielleicht sogar auf den Markt zu bringen.

Ich finde den jetzigen Prototypen und das Konzept dahinter super interessant und hoffe inständig, dass es eine solche Smart Watch mit Bewegungsmustern bald zu kaufen gibt. Wahrscheinlich würde ich mir dann sogar eins dieser Wearables zulegen.

Quelle: dartmouth