CES 2017
Denso Robotics präsentiert Greifarm-Roboter Cobotta

Denso Robotics präsentiert auf der CES 2017 in Las Vegas den Cobotta. Das ist ein Greifarm-Roboter, der verschieden programmiert werden kann, um dem Menschen bei unterschiedlichen Arbeiten zu unterstützen. An ihrem Stand zeigt Denso zwei dieser Arme, die zusammen eine kombinierten Erkennungs- und Zeichnungsanwendung darstellen.

Bei meinem Rundgang über die CES 2017 habe ich auch Stände weit ab vom Schuss besucht, die nicht die großen Massen mit auffälligen Sound- oder Lichtshows angelockt haben. Das muss sie aber nicht zwangsläufig schlechter machen. Einer dieser Stände war von Denso Robotics, einer der weltweit größten Automobilzulieferer aus München. Ein etwas unauffälliges Exponat stellt dort der sogenannte Cobotta dar, der die Besucher am Messestand mit einer kombinierten Erkennungs- und Zeichnungsanwendung verblüffte.

Jeweils einer der beiden Fähigkeiten tritt dabei in Gestalt von zwei unterschiedlichen Roboterarmen auf. Sie arbeiten zusammen, wobei der erste Greifarm eine Kamera und der zweite einen Stift verbaut hat. Sie beide bringen jeweils 3,8 Kilogramm auf die Waage und können maximal 500 Gramm stemmen.

Stellt sich ein Mensch vor die Kamera, wird dieser eingescannt und anschließend vom zweiten Arm aufs Papier gebracht. Die Steuerung ist dabei in den Roboter integriert, man muss also selber nichts machen. Der Cobotta ist außerdem als offene Plattform entwickelt worden, sprich jeder könnte die Fähigkeiten des Roboters ausbauen und flexibel in bestehende System integrieren. Die Programmiersprachen C#, C++, VB und einige andere werden dabei unterstützt.

Natürlich muss der Roboter nicht nur im Zweiergespann aufgebaut werden, auch ein Arm alleine kann viel bewirken. Er könnte, gerade wegen seiner Kompaktheit von 31 Zentimetern, zum Arbeiten auf begrenztem Raum eingesetzt werden, wie beispielsweise das Labor. Der Cobotta kann also für alles programmiert werden und ist auch in der Lage untereinander zu interagieren.

Wie euch auf den Fotos und den Videos vielleicht auffällt, ist den Entwicklern auch die Sicherheit wichtig gewesen. Der Roboter hat kein Ecken und Kanten, die Geschwindigkeit von 250 – max. 1000 mm/s ist an die enge Zusammenarbeit mit Menschen angepasst. Allerdings unterbricht der Roboter seine Arbeit nicht, wenn man ihn berührt.

Die Zeichnungen sehen, zugeben, etwas holprig und kindlich aus, aber die Idee aus Interaktion mit dem Menschen und der Kommunikation unter den Robotern, finde ich gut. Im ersten Quartal von 2017 soll der Cobotta auf den Markt kommen.