iMac Pro 2017

Apple
Der Apple iMac Pro ist ein Hardware-Monster

Apple hat für seine Desktops eine neue Kategorie ins Leben gerufen, den iMac Pro. Der kommt in Space Gray, einer Maximalausstattung von 18 CPU-Kernen, 128 Gigabyte RAM, einer vier Terabyte großen SSD-Platte und einer GPU von AMD mit 16 Gigabyte VRAM. Ein echtes Arbeitstier, was sich an Creative Professionals richtet. Auch preislich.
von Jake Pietras am 7. Juni 2017

Neben dem iPad Pro und den MacBooks hat auch der iMac ein Produktupgrade beim WWDC17 erhalten. Und was für eins! Der jetzt in Space Gray erhältliche iMac hat den Namenszusatz “Pro” und von Apple eine Menge Power in das schicke Gehäuse verbaut bekommen. Bis zu 18 CPU-Kerne und bis zu 128 Gigabyte RAM sind nur zwei der verdammt saftigen Eckdaten.

Offenbar hat sich Apple für dunklere Farben entschieden, um seine Macs als Pro-Versionen zu kennzeichnen, denn bereits der letzte richtige Pro-Desktop von Apple war schwarz. Ihr wisst schon: Der optische Mülleimer, der seit Jahren auf ein Update wartet, das vermutlich nächstes Jahr kommen soll.

Ob das wirklich notwendig ist, ist eine andere Frage, denn meiner Ansicht nach tut es der jetzt vorgestellte iMac Pro auch, wenn man sich die Specs ansieht. Apple verbaut in der Maximalausstattung einen Intel Xeon-Prozessor mit 18 Kernen mit Turbo Boost bis zu 4,5 Gigahertz und 42 Megabyte Cache. Der wird unterstützt von geradezu obszönen 128 Gigabyte DDR4-Arbeitsspeicher mit einer Taktrate von 2666 Megahertz.

Tastatur und Magic Mouse hat Apple farblich an den iMac Pro angepasst

Da sich der iMac Pro an Creative Professionals richtet, ist eine vier Terabyte große SSD-Platte mit drei GB/s Datendurchsatz verbaut. Das technische Gesamtpaket soll Apps und Dateien blitzschnell laden und die Bearbeitung von 4K-Videos und das Rendern, sowie die Simulation von 3D- und Partikelmodellen absolut flüssig gestalten. Und mit “flüssig” meinte Apple beim WWDC17 “in Echtzeit”.

Für die grafische Darstellung sorgt eine der AMD Radeon Pro Vega GPUs, deren genauer Name noch nicht bekannt ist. Fest steht, dass der iMac Pro das erste Gerät ist, das mit AMDs Grafikeinheit angekündigt wurde. Die GPU schiebt knackige elf Teraflops bei einfacher Präzision und logischerweise 22 bei halbgenauer Präzision bei einer Speicherbandbreite von 400 Gigabyte pro Sekunde durch den iMac Pro.

Dafür sorgen die 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und wir reden hier immer noch von der Grafikeinheit, nicht dem Arbeitsspeicher eines normalen Desktop-PCs. Mit der Leistung wird der iMac Pro VR-fähig und zwar nicht nur, um sie zu erleben, sondern mit entsprechenden Tools zu bauen und zu rendern.

Und wer iMacs kennt, der weiß, dass man bei den Displays eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren muss. Beim iMac Pro kommt ein mit 5K auflösendes Retina-Display zum Einsatz, das 14,7 Millionen Pixel auf 27 Zoll mit 500 Nits Helligkeit darstellt. Und genau wie beim iPad Pro mit P3-Farbraum, was für die Darstellung von einer Milliarde Farben sorgt.

Weitere Updates zum normalen iMac sind dynamischere Lautsprecher, sowie ein verbessertes Wärmemanagement, um den Prozessor und alle heiß laufenden Komponenten kühl zu halten. Laut Apple ziehen die Lüfter nun 75 Prozent mehr Luft.

Der Doppel-Lüfter des iMac Pro sorgt für 75 Prozent mehr Frischluft

Anschlußtechnisch hat der iMac Pro ebenfalls viel zu bieten und bringt vier Thunderbolt 3 (USB-C)-Ports und eine 10 Gigabit schnelle Ethernet-Schnittstelle mit. Dank Thunderbolt kann man dann noch gleich zwei weitere Displays an den Mac anklemmen und dürfte dann mit angebundenen Festplatten-Raid-Arrays eine potente Maschine zum Bearbeiten von Video- und VR-Inhalten haben.

Ab Dezember wird der iMac Pro erhältlich sein, abgerundet durch Tastatur, Maus und Trackpad im passenden Space Gray. Preislich dürft ihr euch auf 5000 US-Dollar einstellen, für die der iMac Pro in der kleinsten Ausstattung (added on public demand) zu haben ist. Das klingt vermutlich nach viel, aber der iMac Pro hat eben auch viel zu bieten und sieht für einen Desktop-PC verdammt sexy aus, finde ich. Und er richtet sich eben auch vorrangig an Designer, Videografen und VR-Entwickler, für die so eine Kiste keine Freizeitbeschäftigung fürs Gaming, sondern ein elegantes Arbeitstier ist.