Hardware
Desktopography verwandelt deinen Schreibtisch in einen Touchscreen

Ein Forscherteam hat mit der eigens entwickelten Augmented-Reality-Technologie „Desktopography“ ein ähnliches Projekt vorgestellt, wie es Sony schon mit seinem "T"-Konzept getan hat. Es ist eine neue Möglichkeit, eine Oberfläche zu einem Touchscreen zu machen und die digitalen mit den realen Objekten interagieren zu lassen.

Sony hat es auf der letzten IFA bereits vorgemacht. Mit ihrem Future Lab stellten sie das „T“ getaufte Beamer-Konzept mit Tiefenmessung vor. Unser Test-Video des Geräts könnt ihr euch hier anschauen. Die Future Lab Abteilung experimentiert viel mit interessanten Konzepten, doch ob diese eines Tages wirklich auf den Markt kommen, kann keiner versprechen. Nun ist ein Team der Carnegie Mellon University Sony ganz nah auf den Fersen, denn sie haben ein ähnliches Touchscreen-Tisch-Konzept samt Beamer vorgestellt.

Das Projekt namens „Desktopography“ besteht aus drei Komponenten: Einem Tiefensensor, einem integrierten Computer und einem Taschenbeamer. Das Beste daran ist, dass man das gesamte Gerät ganz einfach in eine herkömmliche Glühbirnenfassung schrauben kann, sodass es direkt über einem Schreibtisch hängen könnte. Der Tiefensensor analysiert dabei, was auf der jeweiligen Oberfläche geschieht, der Computer verarbeitet diese Informationen und der Taschenbeamer projiziert die gewünschten digitalen Elemente auf die Oberfläche.

Desktopography ist dem „T“-Projekt von Sony sehr ähnlich, bis auf die einfache Montur. Es ist eine neue Möglichkeit, Oberflächen als digitales Interface zu nutzen. Der Arbeitsbereich wird so zu einem Touchscreen und per Beamer werden unterschiedliche Objekte darauf projiziert. Diese können dann sogar mit realen Dingen, wie ein auf dem Schreibtisch liegendes Buch, interagieren. Anwendungen wie ein Taschenrechner oder eine Notizapp werden per Handgesten aufgerufen und gesteuert.

Anfangs hat das Team eine Liste von zehn unterschiedlichen Gesten zusammengestellt, die eine natürliche und intuitive Bedienung gewährleisten. Wie wir im Video sehen, kann das Menü so durch ein Vier-Finger-Tippen aufgerufen und eine Auswahl durch herüberziehen getroffen werden. Die Anwendungen können dann, wie schon beschrieben, mit realen Objekten interagieren, indem man sie an diese andockt. Der Taschenrechner folgt dann beispielsweise dem Laptop dann, wenn man ihn bewegt.

Ich war schon auf der IFA und der diesjährigen CES wirklich beeindruckt von dem „T“-Projekt von Sony. Das was die Herren und Damen hier von der Carnegie Mellon University vorstellen, klingt für mich nach einer ähnlich beeindruckenden, wenn auch abgespeckteren Version des „T“-Konzepts. Die einfache Montur durch die Glühbirnenfassung gefällt mir sehr gut und hoffentlich wird diese Funktion beibehalten, wenn das Produkt vielleicht auf den Markt kommt.

via: robertxiao