Dictate: Spracherkennung und Echtzeit-Übersetzung für Word, Outlook & Co.

Briefe und E-Mails diktieren statt tippen, und sie dabei in Echtzeit in eine andere Sprache übersetzen lassen? Das soll nun mit "Dictate" möglich werden. Die Erweiterung für Microsoft Word und Outlook greift auf die Fähigkeiten der Sprachassistentin Cortana zu.

Mit “Dictate” bietet Microsoft nun endlich eine überraschend gut funktionierende Erweiterung zum Diktieren von Dokumenten und E-Mails an. Das Add-on für Outlook und Word basiert auf Microsofts Sprachassistentin Cortana und versteht insgesamt 20 verschiedene Sprachen und kann die erkannten Wörte in Echtzeit in 60 verschiedene Sprachen übersetzen. Während diverse Zusatzfeatures bisher nur auf Englisch funktionieren, gibt es an der [englischen] Spracherkennung und den Übersetzungsfähigkeiten der virtuellen Sekretärin weitaus weniger auszusetzen.

Dictate entstammt wie ähnlich ambitionierte Projekte den Entwicklungslaboren in der “Microsoft Garage”. Die Tüftlerwerkstatt für Hard- und Software beglückte uns bereits mit einer Shopping-Erweiterung für Chrome, einer iOS-App für farbenblinde Menschen oder dem Arrow-Launcher für Android.

Das Addon für die weltweit am häufigsten genutzte Textverarbeitung und das gerade in vielen Unternehmen immer noch äußerst populäre E-Mail-Programm steht sowohl für die 32Bit- als auch für die 64Bit-Varianten der Software zur Verfügung. Mittelfristig wäre es durchaus denkbar, dass auch die mobilen Apps der Office-Suite mit einem entsprechendem Add-on erweitert werden, doch momentan bleibt es Anwendern von Notebooks und PCs vorbehalten.

Über englischsprachige Befehle wie “Enter”, “Stop Dictation” oder “New Line” können das komplette Diktat eines Briefes und die in Echtzeit funktionierende Übersetzung theoretisch völlig ohne Maus- und Tastatureingaben erfolgen. Auch die korrekte Interpunktion soll das Add-on beherrschen. In der Praxis wird es selbstverständlich zum jetzigen Zeitpunkt immer wieder dazu kommen, dass man manuell sowohl in die Struktur als auch in den Text eingreifen bzw. diesen korrigieren muss.

Die Anbindung an Cortana führt dazu, dass das Add-on nicht zwingend auf lokal installierte Sprachdatenbanken und Übersetzungsalgorithmen angewiesen ist, sondern grundsätzlich auf die in der Cloud gespeicherten bzw. bereitgehaltenen Daten und Systeme zugreift. Im Unternehmenseinsatz sollte man deshalb klären, ob das mit den Datenschutzbestimmungen der Firma vereinbar ist. Privatpersonen sollten wie bei jedem Cloud-Dienst abwägen, ob man dem jeweiligen Anbieter das entsprechende Vertrauen entgegenbringt oder ob man nur ausgewählte Inhalte weitergibt und auf diese Weise verarbeiten lässt.