Smat City
Die Tankstelle der Zukunft? – KI-basiertes Alarmsystem von Microsoft

Microsoft hat ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Alarmsystem für Tankstellen entwickelt, das Raucher erkennt und Mitarbeiter sofort benachrichtigt. Dabei werden bestimmte Verhaltensweisen von der KI erkannt. Das System wird in Singapur und Thailand an zwei Shell-Tankstellen eingesetzt.
von Vera Bauer am 14. Oktober 2018

Stellt euch vor, ihr steht an der Tankstelle und ein Mann zündet sich eine Zigarette an. Eine gefährliche Sache, denn immerhin könnte er damit ganz einfach einen Brand oder eine Explosion auslösen. Trotzdem soll es Leute geben, die dieses Risiko eingehen, doch was kann man dagegen tun, wenn Schilder nicht ausreichen?

Microsoft stellt für dieses Problem nun eine Lösung vor. So hat das Unternehmen ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Alarmsystem für Tankstellen entwickelt, das Raucher erkennt und Mitarbeiter sofort benachrichtigt. Platzierte Videokameras halten die Szenen fest, schicken die Aufnahmen in Echtzeit an einen Computer auf dem wiederum Microsoft Azure IoT Edge läuft.

Mit Hilfe von KI-Tools lässt sich die ganze Situation gut überblicken und analysieren. Es werden bestimmte Verhaltensweisen wie beispielsweise das Anzünden einer Zigarette von der künstlichen Intelligenz erkannt und in die Cloud hochgeladen. Dort bewertet dann eine robustere künstliche Intelligenz die Situation. Beide können dann erkennen, dass jemand raucht und sofort einen Alarm vor Ort auslösen, sodass ein Mitarbeiter darauf reagieren kann.

Momentan werden in Singapur und Thailand an zwei Shell-Tankstellen Kameras getestet, die die Menschen an den Zapfsäulen der Tankstellen kontinuierlich überwachen. Die künstliche Intelligenz könnte natürlich nicht nur Raucher erkennen, sondern auch Menschen, die rücksichtslos fahren, Diebstahl begehen oder ihr Auto unsachgemäße Betanken.

Der gesamte Prozess, von der Identifizierung bis zum Alarm muss in Sekundenschnelle erfolgen, denn sonst kann es böse enden. Deshalb werden nur die wichtigen Daten – also Bilder die potentiell zeigen, dass sich jemand eine Zigarette anzünden will – in die Cloud geschickt, sodass Analyse und Reaktionszeit beschleunigt werden.

“Each of our retail locations has maybe six cameras and captures something in the region of 200 megabytes per second of data. If you try to load all that into the cloud, that quickly becomes vastly unmanageable at scale. The intelligent edge allows us to be selective about the data we pass up to the cloud.” Daniel Jeavons, Shell

via: digitaltrends