Wearables
DuoSkin: Smarte Tattoos mit NFC-Technologie

Aus einer Zusammenarbeit zwischen Microsoft Research und den MIT Labs ist ein Projekt zur Herstellung von smarten Tattoos hervorgegangen. Die hauchdünnen Folien bestehen aus Gold sowie anderen Metallen und beinhalten drei unterschiedliche Interfaces, mit denen man Geräte steuern kann. Auf der diesjährigen ISWC 2016 sollen die smarten Tattoos offiziell vorgestellt werden.
von Vera Bauer am 21. August 2016

Jeder hat wahrscheinlich schon mal Bilder von diesen silbernen oder goldenen aufgeklebten Tattoos gesehen, die so gern auf Festivals getragen werden. Ich musste unweigerlich an sie denken, als ich von den smarten Tattoos gelesen habe. Bei denen haben nämlich Microsoft Research und die MIT Labs zusammengearbeitet, um ein interessantes Projekt zur Herstellung dieser smarten Tattoos zu entwickeln.

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Sie heißen DuoSkin und sehen ähnlich wie diese aufklebbaren Tattoos für Festivals aus. Es sind hauchdünne, hautfreundliche Folien, die aus Gold und anderen Metallen hergestellt werden. Die DuoSkin Tattoos haben echte Interfaces mit denen verschiedene Funktionen ausgeführt werden können. Sie werden dazu, mit Hilfe eines Grafik-Programms, speziell für einen bestimmten Zweck entworfen.

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Mit den DuoSkin Folien möchten das MIT Lab und Microsoft Research ein Wearable für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche im Alltag erschaffen. Um mit den Tattoos zu interagieren, benutzt man die Finger und streicht über sie drüber. Je nachdem, wie sie bei der Herstellung programmiert wurden, werden dann unterschiedliche Sachen ausgeführt. DuoSkin unterstützt dabei drei unterschiedliche Interfaces.

Als Touch-Eingabeelement können beispielsweise Programme mit 2D-Schaltern oder Buttons in den Tattoos gesteuert werden. Dazu werden zwei Schichten der DuoSkin Folie einmal vertikal und einmal horizontal auf die Haut geklebt. Eine Soft Display-Technik wird bei den smarten Tattoos als Anzeigeelement verwendet. Sie enthalten thermochrome Pigmente mit tintenähnlichen Eigenschaften, die je nach Körpertemperatur ihre Farben ändern und auch getrennt auf die Haut aufgebracht werden können.

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Das dritte Interface ist ein Kommunikationselement, mit dem DuoSkin per NFC-Technologie mit anderen Geräten kommunizieren kann. Der Tattoo-Träger kann damit mobile Geräte steuern oder auch Informationen übermitteln. Ob damit das bargeldlose Bezahlen via NFC möglich ist, werden wir wohl erst bei der offiziellen Vorstellung der smarten Tattoos erfahren. Die soll auf der diesjährigen ISWC 2016 (International Symposium on Wearable Computers) in Heidelberg stattfinden.

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Ich finde die smarten Tattoos sehen wirklich hübsch aus und da sie weder aufdringlich noch störend sind, dürften sich viele Interessenten für den Hautschmuck finden lassen. Ich bin gespannt wie sich das Projekt in der Zukunft weiter entwickeln wird.

Quelle: drwindows