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Elbow: Der Walkman des 21. Jahrhunderts für alle Kassettenliebhaber

Das litauische Künstlerkollektiv "BrainMonk" lässt den Walkman wieder aufleben. In ihrer Designstudie stellen sie den Kassettenplayer "Elbow" vor, der minimalistisch, einfach und portabel ist. Zurzeit arbeitet das Team an einem Prototypen des Geräts.

Wir kennen sie alle und nutzen sie vielleicht sogar täglich: Musikstreamingdienste wie Spotify, Deezer oder Napster erfreuen sich immer größer werdenden Nutzerzahlen. Songs sind heute überall und zu jeder Zeit abrufbar, doch sie alle haben einen Anfang. Könnt ihr euch noch an die Zeit erinnern, wo gerade der Walkman auf den Markt kam und Musik damit zum ersten Mal portabel war? Bandsalate, Mixtapes und Kassettenrekorder – ja, das gab es nur zu dieser Zeit. Das litauische Künstlerkollektiv „BrainMonk“ will die Nostalgie um den Walkman wieder aufleben lassen und stellt mit ihrer Designstudie den Kassetten-Player Elbow vor.

Die Kassette ist nicht nur ein Medium – sie ist eine kulturelle Ikone. BrainMonk

Das Design des Walkmans sieht richtig hübsch aus. Klein, transportabel und ein echter Hingucker. Elbow bietet mit seinem Aussehen einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber herkömmlichen Kassettenspielern. Diese lassen sich nämlich nicht mal eben in der Hosentasche wie ein Smartphone verstauen. Genau dieses Problem löst Elbow und sieht in Kombination mit einer Kassette sogar richtig stylish aus.

Die Funktionsweise unterscheidet sich auch von den alten 80er-Geräten. Klar, wir sind mittlerweile auch im 21. Jahrhundert. Elbow konzentriert sich auf die wesentlichen Funktionen. Die Kassette wird hier nämlich nicht mehr in eine Vorrichtung geschoben. Stattdessen legt sich Elbow wie eine Klammer um das Tape und ein Lesekopf greift in das Kassettenloch. Man findet dort auch einen großen Drehregler, mit dem der Sound gestoppt, abgespielt oder gespult werden kann. Es ist außerdem ein optischer Sensor verbaut, der für eine konstante Geschwindigkeit der Musik sorgt.

Batterien braucht man bei Elbow gottseidank nicht mehr. Über einen Mini-USB-Port lässt sich das Gerät einfach aufladen oder auch an einen Rechner anschließen. Man möchte Nutzern hier die Möglichkeit geben das Abgespielte gleich auf dem PC zu digitalisieren – eine tolle Idee. Eine Miniklinke für Kopfhörer darf natürlich auch nicht fehlen.

Ich finde die Designstudie wirklich klasse und bin mit dieser Meinung nicht alleine. Das Team hinter BrainMonk arbeitet aufgrund des positiven Feedbacks momentan an einem Prototypen für den Walkman. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass wir das Gerät möglichst bald auf dem Markt begrüßen dürfen.

via: sohomen