Shopping
Emotionsgesteuerter Shop gibt Kaufempfehlung aufgrund von Gesichtsausdrücken

In London hat der "The Ultimate do good, feel good Shop" eröffnet, ein Pop-Up Store der von eBay ins Leben gerufen wurde. Auf der Grundlage der aktuellen Stimmung des Käufers werden ihm in diesem Laden Produktvorschläge gemacht. Mit Hilfe von einer Kamera werden Gesichtsausdruck und Emotionen beim Betrachten der Gegenstände analysiert und eine Kaufempfehlung abgegeben.
von Vera Bauer am 17. Dezember 2016

Nun ist es nicht mehr lange bis der Weihnachtsmann an unsere Türen klopft. Habt ihr auch schon alle Geschenke für eure Liebsten gekauft? Wenn nicht, dann kennt ihr mit Sicherheit den Stress um die Last-Minute Geschenke. Es gibt aber einen einfacheren Weg noch schnell ein paar Produkte einzukaufen, und zwar in London. eBay hat dort nämlich den ersten Emotionsgesteuerten Shop eröffnet, der einem aufgrund des Gesichtsausdrucks Einkaufsvorschläge macht.

Der Pop-Up Store nennt sich „The Ultimate do good, feel good Shop“ und hat kleine private Räume für die Kunden. Dort steht ein Stuhl vor einem großen Bildschirm, der mit einer versteckten Kamera ausgestattet ist. Über Kopfhörer wird dem Nutzer dann erklärt, was als nächstes passieren wird und wie der Prozess von Statten geht.

Als erstes gibt der Kunde seinen Namen, seine E-Mail Adresse, Alter und Geschlecht ein. Danach bekommt er 12 verschiedene Produktbilder nacheinander gezeigt, jeweils für 10 Sekunden. Die Kamera arbeitet dabei still und heimlich im Hintergrund, denn sie nutzt eine Bio-Analytic Technologie sowie das sogenannte Facial Action Coding System. Diese Software nutzt auch Microsoft für seine Cognitive Services. Damit können die Emotionen und Reaktionen zu jedem Produkt aus dem Gesicht abgelesen werden.

This notion of actually not feeling that you have to shop under pressure, but because a product really resonates with you and really makes you feel good, I think is a really powerful opportunity. Julia Hutton-Potts, Director of Communicationst bei eBay

Nachdem sich der Kunde alle 12 Produkte angeschaut hat, werden die Daten, die die Kamera aufgenommen hat, ausgewertet. Zum Schluss bekommt der Nutzer dann eine E-Mail mit einer Kaufempfehlung, welche Produkte ihm am besten gefallen haben und welche er anscheinend überhaupt nicht mochte.

Der Shop soll nicht nur den Stress beim Shoppen reduzieren, sondern auch Spenden für Wohltätigkeitsorganisationen sammeln. Von jedem verkauften Produkt in dem Shop geht eine Spende an eBays Charity Programme, wie zum Beispiel die British Heart Foundation oder Whizz Kids.

via: mailonline