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Erste Leaks zu Android Q: Mehr Privatsphäre und ein Dunkelmodus

Android Q ist in Arbeit und obwohl wir noch nicht wissen, welche mysteriöse Süßigkeit sich diesmal hinter dem Buchstaben versteckt, können wir schon einen ersten Blick auf die Leaks des Systemupdates werfen.
von Vera Bauer am 19. Januar 2019

Wenn Google den üblichen Zyklus von Systemaktualisierungen beibehält, wird es nur noch ein paar Monate dauern, bis das Unternehmen uns über Android Q informiert. So wird nämlich das nächste große Update heißen und ich bin gespannt, welche Süßigkeit sich wohl diesmal hinter dem Buchstaben “Q” verstecken wird. Einen kleinen Einblick bekommen wir aber schon jetzt, denn XDA-Entwickler haben einige Zeit mit einer sehr frühen Version von Android Q verbracht und berichten darüber auf ihrem Blog.

Obwohl die Bilder uns keinen kompletten Überblick über den vollen Funktionsumfang bieten, versprechen sie doch eine Vorstellung von dem, was Google geplant hat. Die größte visuelle Veränderung schein vorerst ein Dunkelmodus des Betriebssystems zu sein. Darauf freue ich mich persönlich ganz besonders, denn ich nutze eh lieber den Nachtmodus bei Apps und so verhält es sich auch mit meiner Systemansicht. Das Design von Android Q ließe sich dann komplett auf Dunkel umstellen und könnte sogar Apps dazu zwingen, die solch einen Modus normalerweise nicht unterstützen.

Google setzt auch weiterhin auf die Privatsphäre der Nutzer. Nachdem in den letzten Android-Versionen strengere Regeln für den Kamera- und Mikrofonzugriff sowie Hintergrundanwendungen eingeführt wurden, sieht es so aus, als würde das Unternehmen an einer neuen Berechtigungsoption arbeiten. Dann könnte ein Hinweis auf dem Display auftauchen, der in etwa “nur zulassen, während die Anwendung in Gebrauch ist” lautet.

Derzeit bietet Android Pie nur das Ein- oder Ausschalten für sensible Berechtigungen an, so zum Beispiel den Standortzugriff. Aber natürlich ist es sinnvoll, da ein bisschen mehr Flexibilität reinzubringen, damit der Standort nur abgefragt wird, wenn er auch wirklich gebraucht wird.

Das sind so die wichtigsten Highlights von Android Q, doch natürlich gibt es noch ein paar kleinere Neuerungen, die man sich im Blogeintrag der XDA Developers durchlesen kann. Schließlich gibt es da noch ein paar Dinge, die man noch nicht richtig zuordnen kann und wohl noch nicht ausgereift sind, in solch frühem Stadium der Entwicklung:

  • Es gibt wohl einen neuen “Sensoren aus” Button im Quick-Menü, der alles an Sensoren deaktiviert und den Flugmodus einschaltet. Ob damit auch Sensoren wie Beschleunigungssensor, Gyroskop usw. gemeint sind, die sich normalerweise nicht ausschalten lassen, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.
  • Die Einstellungen zur Bildschirmsperre hat zwei neue Optionen: “Smartlock only extends unlock” und “Lock screen when trust is lost”. Ersteres bezieht sich auf die Smartlock Einstellungen, mit der man sein Smartphone an vertrauenswürdigen Orten schneller entsperren kann. Diese Option wird wohl überarbeitet, sodass Smartlock das Handy nur länger entsperrt lässt, anstatt es durchgängig zugänglich zu machen. Die andere Option sperrt das Smartphone, wenn das letzte vertrauenswürdige Gerät nicht mehr vertrauenswürdig ist. Zumindest bedeutet es das wortwörtlich – was damit gemeint ist, müssen wir ebenfalls abwarten.
  • Die Datei-App erlaubt es einem nun, beim Durchsuchen von Verzeichnissen nach Bildern, Dokumenten, Audio, Video usw. zu filtern.
  • Der Dialog zur App-Installation ist nun ein Popup-Fenster wie bei Tablets.

Schauen wir auf die letzten Jahre zurück, so wurden die ersten Beta-Tests einer neuen Android-Version meistens im August durchgeführt. Davor wurden zahlreiche Bilder und Funktionen geleakt, also ist es durchaus denkbar, dass wir im Laufe des Frühlings ein paar mehr Hinweise zu Android Q erhalten.

via: xda-developers