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Erster Eindruck der Snapchat Sonnenbrille Spectacles

Snapchats neue Sonnenbrille namens Spectacles gibt es jetzt in den USA zu kaufen. Das bedeutet, dass nun auch die ersten Hands On Videos und Tests zu den Featuren online sind, die wir uns hier näher anschauen werden. Die Brille wird in Amerika für 130 Dollar verkauft und scheint auf den ersten Blick ein tolles Gerät zu sein.
von Vera Bauer am 12. November 2016

Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich über Snapchats neues Gadget geschrieben – die Sonnenbrille mit eingebauter Videokamera, oder kurz die Spectacles. Weil es zu dem Thema schon damals bei der Google Glass extreme Kontroversen gab, interessiert mich das Gerät besonders und ich habe auf ein Hands-On von unseren amerikanischen Nachbarn gehofft. Tatsächlich sind jetzt, wo es die Brille auf der anderen Seite der Welt für 130 Dollar zu kaufen gibt, die ersten Tests online.

spectacles-box

Die Spectacles ruht beim Verkauf in einer runden durchsichtigen Verpackung, aber wie wir wissen hat das auch einen Grund. Das Brillenetui ist nämlich gleichzeitig die Aufladestation für das Gadget und wird mit einem Kabel geliefert, damit es selbst auch aufgeladen werden kann. Bevor die Box jedoch an den Strom muss, kann sie die Brille viermal komplett aufladen und mit Akkudosis lassen sich um die 400 Snaps aufzeichnen. Das finde ich persönlich ziemlich viel.

Das erste was ansteht, ist natürlich die Spectacles mit dem Smartphone zu verbinden. Das Unternehmen hat vor ein paar Tagen ein Update für Snapchat herausgebracht, wodurch sich die Brille mit dem Handy paaren lässt. Mit einem Klick in der App und einem Knopfdruck am oberen Brillenrand verbinden sich die beiden Geräte miteinander.

snapchat-phone-vs-spectacles

Nachdem das ganze System aufgesetzt wurde beginnt der spaßige Teil: das Snappen. Anscheinend ist das erste Mal aufnehmen ziemlich verwirrend, aber es gibt ein Tutorial, welches die Funktionen näher erklärt. Um ein 10 Sekunden Snap aufzunehmen muss man einen Knopf über der Kamera drücken, woraufhin um die Linse und im Inneren der Brille LEDs aufleuchten, um zu signalisieren, dass die Aufnahme gestartet wurde.

Durch nochmaliges Drücken des Knopfes, wird das Video auf 20 oder 30 Sekunden verlängert. Der fertige Snap wird per Bluetooth an das Handy übertragen, braucht aber ein bis zwei Minuten, bis es in der App unter dem Punkt „Specs“ auftaucht.

spectacles-snapchat-app

Nutzer erzählen davon, dass es wohl ein ziemlich komisches Gefühl sein muss, Snaps mit der Spectacles aufzunehmen. Man fühlt sich wie ein Spion, der unerlaubter Weise andere Menschen filmt. Irgendwie stimmt das ja auch, denn, wenn man nicht genau vor dem Brillenträger steht, sieht man die LEDs so gut wie nicht. Also könnte man ganz sneaky ein paar Videoaufzeichnungen von Leuten auf der Straße machen.

Nun stellt sich für mich die Frage: Wird die Spectacles den gleichen Weg gehen, wie die Google Glass? Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Brille überall mit bereitwilligen Gesichtern zum Aufsetzen empfangen wird. Verständlich, denn jemanden ohne Erlaubnis zu filmen oder zu fotografieren ist eigentlich nicht erlaubt. Warten wir einfach mal ab, was passiert, wenn Snapchats Brille auf der ganzen Welt verfügbar ist.

Quelle: mashable