Kleidung
Farbwechselnde Fäden könnten einestages als Bildschirm auf unserer Kleidung fungieren

Forscher an der UC Berkeley haben eine neue Technologie entwickelt, mit der spezielle thermochrome Fäden ihre Farbe wechseln können. Dies dauert momentan noch zu lange, aber in ein paar Jahren könnten wir mit dieser Technologie Animationen auf unserer Kleidung darstellen.

Heutzutage hat alles ein Display oder ein visuelles Interface. Wir sind der Meinung jedes Gerät benötigt das und sogar IoT-Devices gibt es nur in Verbindung mit einer App auf dem Smartphone. Ich bin der Meinung, das geht auch anders! Aber es ist nun mal so, dass wir sehr an unser Handy, Laptop oder PC gewöhnt sind und dadurch auch an einen Bildschirm. Nun soll dieser auch auf unsere Kleidung kommen, denn Forscher an der UC Berkeley haben eine neue Technologie entwickelt, mit der spezielle Wohlfäden ihre Farbe wechseln können. Erinnert irgendwie stark an die Teletubbies.

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Die Technologie nennt sich Ebb und die farbwechselnden Fäden können ganz einfach in die Kleidung miteingewebt werden. Man will hier herausfinden, wie Mode sich verändern würde, wenn der Träger die Farbe seiner Kleidung im Handumdrehen wechseln würde. Die J acke passt nicht zur Tasche? Gar kein Problem, per Knopfdruck wird sie passend gemacht!

Die speziellen thermochromen Fäden wechseln ihre Farbe, wenn eine bestimmte Spannung angelegt wird. Sprich, sie werden unter Strom gesetzt. Momentan klappt das mit dem Farbwechsel aber eher so semi-gut, denn es dauert lange, bis das Gewebe eine andere Farbe angenommen hat. Das ist auch der Grund, warum sich das Unternehmen zurzeit der Mode zuwendet, anstatt der Technikindustrie. Es würde schlichtweg zu viel Zeit kosten, bis die Fäden wie ein Display aufeinanderfolgende Bilder anzeigt.

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Allerdings sind sich die Forscher sicher, dass sich die Technologie im Laufe der Zeit verbessern wird. So könnte unsere Kleidung in Zukunft in der Lage sein, die Farbe so schnell wie ein E-Ink-Display zu wechseln. Sogar dynamische Muster, wie Animationen oder detaillierte Bilder, könnten möglich sein. Eines Tages muss man vielleicht nur noch an sich herunterschauen, um zu sehen, wie viele Anrufe man verpasst hat.

Es ist natürlich nicht das erste Mal, dass wir intelligente Kleidung zu Gesicht bekommen. Viele große Unternehmen wie Under Armor, Samsung und Google wissen sehr wohl, das auf diesem Gebiet noch viel rauszuholen ist. Die bisherigen smarten Kleidungsstücke sind allerdings eher auf Sensorik ausgelegt und konzentrieren sich weniger auf eine Schnittstelle.

Quelle: digitaltrends