Drohnen
Fast wie ein Haustier: Drohne reagiert auf menschliche Emotionen

Die Studentin Eirini Malliaraki hat ein emotional geleitetes Design für Drohnen entwickelt, um sie zu empathischen Begleitern zu machen. Sie ist in der Lage auf Gesten sowie fünf menschliche Emotionen zu reagieren.

Immer mehr Menschen kaufen sich Drohnen und setzten sie als agile Fotobegleitung bei den unterschiedlichsten Aktivitäten ein. Sie spielen also für manche Menschen eine wichtige Rolle bei der Dokumentation der kleinen und schönen Momente ihres Lebens. Warum sollten sie nicht auch auf uns eingehen können? Sind sie als ständiger Begleiter nicht sogar so etwas wie ein Hund, nur mit sehr viel mehr Technik im Inneren?

Die Studentin Eirini Malliaraki des Londoner Royal College of Art versucht Fragen in diese Richtung zu beantworten und hat dafür ein emotional geleitetes Design für Drohnen entwickelt, um sie – ähnlich wie Hunde – zu empathischen Begleitern zu machen. Es ist ein sehr interessantes Interface-Projekt, denn Malliaraki programmierte eine Drohne, die menschliche Emotionen erkennen, sie verstehen und sogar darauf reagieren kann.

Sie hat sich dabei von der Interaktion von Falknern und ihren Falken leiten lassen, welches sie zu einer intuitiven Steuerung von Fluggeräten inspiriert hat. Das bedeutet, dass die Drohne einerseits durch Gesteninteraktionen gesteuert werden kann, um eine natürlichere Kommunikation zwischen Mensch und Maschine zu schaffen, als es bisher der Fall war.

Außerdem hat die Drohne durch Gesichtserkennung die Fähigkeit, fünf Emotionen zu verstehen: Angst, Freude, Überraschung, Wut und Trauer. Sie erfasst also das menschliche Gesicht sowie Gesten, um herauszufinden, wie sie als nächstes reagieren soll. Hat sie die Emotion erkannt, gibt die Drohne ein emotionales Feedback in Form von Tänzen oder eindeutigen Bewegungen. Interpretiert sie also beispielsweise Traurigkeit, fliegt sie nah an die Person heran, um ihr „Beistand“ zu leisten. Ist der Mensch ängstlich, verringert die Drohne ihre Flughöhe, um den Menschen nicht noch weiter zu erschrecken.

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Die Designerin wollte mit ihrem Konzept zeigen, dass eine Drohne auch mehr sein kann, als einfach nur eine fliegende Kamera. Nämlich etwas, dass auf uns eingehen und achten kann. Wir Menschen neigen ja oft dazu, uns stark an Geräte zu binden – sei es jetzt das Auto oder unser Smartphone. Ich finde die Idee und die Umsetzung der emotionalen Drohne auf jeden Fall sehr spannend!

Quelle: prostheticknowledge