FoldiMate: Der Roboter, der Wäsche faltet, ist zurück – und teurer denn je [CES]

Erinnert ihr euch noch an den Hemden faltenden Roboter FoldiMate? Er ist zurück, wurde überarbeitet - ist aber auch teurer geworden.

Roboter sind ein fettes Thema bei der CES, das war selbstverständlich nicht anders zu erwarten. Überraschender war hingegen, dass wir es hier mit einem alten Bekannten zu tun bekommen, den ich schon fast aus meinem Gedächtnis verdrängt hatte. Die Rede ist von „FoldiMate“, jenem Roboter, der automatisch unsere Hemden faltet und von dem wir vor zwei Jahren bereits berichteten.

Endlich! Erschwinglicher Roboter faltet Hemden

Mittlerweile ist 2018 und FoldiMate präsentiert sich zu seinem Comeback von Grund auf überarbeitet. Dazu hat man sich mit BSH (Bosch Siemens Haushaltsgeräte) zusammengetan und ein wenig das Konzept verändert. Vorher konnte man noch einen Duft hinzufügen, damit die gefaltete Wäsche frischer riecht — vermutlich ist man beim genauen Betrachten des eigenen Produkts selbst auf die Idee gekommen, dass die zu faltende Wäsche eh gerade frisch duftend aus der Waschmaschine kommt.

Generell hat man sich das Feedback zu Herzen genommen und daraufhin FoldiMate verbessert. Er faltet nun nicht nur besser und präziser, er ist dabei auch weniger wählerisch, was die Wäsche angeht. So könnt ihr nun neben Hemden, Shirts, Blusen auch Hosen, Handtücher oder Kissenbezüge falten. Falls ihr fragt, was mit eurer Unterwäsche ist oder mit Socken: Sorry, die müsst ihr trotz Falt-Roboter selbst übernehmen.

Der neue, überarbeitete FoldiMate ist mit 60 x 70 x 125 Zentimetern zwar in Breite und Tiefe ein wenig kompakter geworden, dafür ist er nun aber auch deutlich höher geworden und nimmt im Grunde so viel Platz weg wie eine Waschmaschine auch. Die Funktionalität ist dabei grundsätzlich die selbe geblieben: Oben wird die Wäsche eingespannt, unten kommt sie dann gefaltet und gestapelt wieder raus. Pro Ladung benötigt der Falt-Roboter dabei knapp vier Minuten, was je nach eurem Tempo beim Einspannen der Klamotten bis zu 40 Wäschestücken entspricht.

Dummerweise hat sich durch das Redesign auch ein höherer Preis ergeben. Vorher war noch von umgerechnet ab circa 620 Euro die Rede – der FoldiMate 2018 kostet voraussichtlich 980 Dollar und das beinhaltet weder Steuern noch Lieferkosten. Teures Vergnügen also und dazu auch noch eins, auf das ihr noch eine Weile warten müsst: Geht alles klar, wird der FoldiMate in den USA ab Ende 2019 ausgeliefert. Je nach Nachfrage wird man das Teil dann auch in anderen Märkten anbieten.

Meine persönliche Einschätzung? Nachdem wir das Ding gestern im Einsatz gesehen haben und dann noch Verfügbarkeit und Preis berücksichtigen, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich jemals über eine solche Anschaffung nachdenken würde. Unabhängig davon, dass man für die Kohle fast schon ein Kid mit Primark-Klamotten durch die komplette Teenager-Zeit bekommt, ist das Gerät auch von den Maßen als auch vom Handling her nicht besonders vorteilhaft.

Ihr müsst also jede Menge Platz in eurer Hütte einplanen und durchaus Zeit pro Ladung Wäsche einplanen. Zwar soll eine Ladung binnen vier Minuten fertig sein, allerdings müsst ihr die Brocken natürlich auch entsprechend genau oben einspannen. Sollte man da wenig geschickt sein oder der Roboter ein wenig zu penibel, verschenkt ihr dort also auch wieder Zeit. Zeit, die man fast schon dazu nutzen könnte, seine Plörren eben schnell selbst zu falten, oder? ;) Also nicht falsch verstehen: Ich mag die Roboter-Nummer und denke, dass uns diese smarten Helferlein in den nächsten Jahren das Leben deutlich vereinfachen werden, aber ich denke nicht, dass so ein Falt-Roboter ganz oben auf der Agenda stehen dürfte bei mir.