Kameras
Geisterjäger nutzt Microsofts Kinect für seine Arbeit

Graham Lewis ist Geisterjäger und er benutzt seine Kinect, um durch ihr Bild Geister ausfindig zu machen. Laut ihm, klappt das sogar mit erstaunlich gutem Erfolg. Auch sein Freund Libby, der ein Medium ist, glaubt daran. Eine verrückte Geschichte.
von Vera Bauer am 20. August 2017

Die Kinect hat schon so einige Entfremdungsprozesse hinter sich. Als Microsoft damals die erste Kinect zusammen mit der Xbox 360 vorstellte, hätte wohl keiner damit gerechnet, dass nun plötzlich ein selbsternannter Geisterjäger daher kommt und mit dem speziellen Kamera-System Geister erkennen möchte. Das dürfte nicht nur Microsoft verblüffen.

Eine Radio-Redaktion der australischen ABC berichtete kürzlich von Graham Lewis, der der Esoterik-Szene angehört und genau dieser selbsterklärte Geisterjäger ist. Mit seiner Kinect hat er sich ein, wie er es betitelt, „Spirit-Detection“-Gerät gebaut, das zusätzlich mit einem kleinen Display auf der Rückseite ausgestattet ist. So sieht Lewis direkt das Bild, welches die Kinect an der Front einfängt.

Wer sich schon mal näher mit der Kinect beschäftigt hat, der weiß, dass sie über eine Skeletterkennung verfügt. Sie kann einen Menschen erkennen und macht an ihm bestimmte Bewegungspunkte, wie beispielsweise den Kopf, die Knie oder die Ellenbogen fest, die dann eine Art Strichmännchen ergeben. Nun kann es aber auch vorkommen, dass die Algorithmen dort Punkte hinzaubern, wo gar keine menschlichen Konturen vorhanden sind. Nur ein technischer Fehler oder der Beweis von etwas übernatürlichem?

Dieser Umstand gibt einem eine gewisse Interpretationsfreiheit, wie es vielleicht in Zeiten von analogen Magnetbändern der Fall war, in dessen Bildfragmente man noch gut überirdische oder geisterhafte Gestalten reininterpretieren konnte. Das Problem mit der Kinect tritt schon seit Jahren auf und Lewis hat sofort gewittert, dass das nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Für ihn ist das kein Fehler, sondern die Aufnahme eines Geistes.

In einem Durchgangstunnel der Quarantine Station in Sydney stellte er also sein „Spirit-Detection“-Gerät auf, dass sowohl echte menschliche Konturen aufzeichnet, als auch Bewegungspunkte an Stellen setzt, wo sich gar keine Person aufhält. Es wirkt tatsächlich so, als würde die Kinect hier eine unsichtbare Person ausmachen. Haben wir es hier tatsächlich mit Geistern zu tun? Im Video könnt ihr die Aufnahmen von Lewis sehen.

“On the screen I noticed a small figure the size of a child. The figure seemed to be limping, and when I waved the little figure waved back.“ Graham Lewis, Geisterjäger

Lewis Freund Libby ist von dem Video hellauf begeistert und ist überzeugt davon, dass es sich hierbei um Geister handelt. Libby ist ein Medium und kennt sich außerdem gut mit den spukenden Gestalten in dem Bahnhof aus. Er hat den kleineren Geist der beiden sofort wieder erkannt, denn das sei der kleine Oliver gewesen, der Sohn eines ehemaligen Bahnarbeiters. Das ist nicht nur aufgrund der Größe erkennbar, sondern auch, weil er hinkt. Na, läuft es euch schon kalt den Rücken herunter?

Quelle: radioaustralia