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DIY

HoloKit: DIY Brille für Augmented Reality Projektionen

Der große Bruder von Googles Cardboard kommt. Ein pfiffiger Entwickler hat das HoloKit erschaffen, welches sich auch ganz einfach selber zusammen bauen lässt und eine günstige Alternative zu richtigen Augmented-Reality-Headsets ist.

von Vera Bauer am 4. Juni 2017
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  • @ver_bloggt

Das Google Cardboard ist für einen kleinen Preis schnell mal zusammen gebaut. Die Grundidee ist einfach: Wenn man das Handy nah genug vor die Augen hält, ist es im Grunde der Abklatsch eines VR-Headsets. Zwar nicht ganz so schön, aber es funktioniert. Ein bisschen schwieriger wird es da bei der Augmented Reality, mit der ja Microsofts HoloLens arbeitet. Tatsächlich gibt es dafür aber auch eine DIY-Lösung, die mit dem eigenen Smartphone funktioniert.

HoloKit nennt sich der große Bruder des Google Cardboards. Es ist eine clevere Möglichkeit für eine schnelle Augemented-Reality-Erfahrung mit einem Minimum an Ausrüstung. Alles was man neben dem eigenen Handy braucht, sind ein Fresnel-Linsen-Paar und einen faltbaren Pappkarton mit zwei Spiegeln. Das Smartphone wird dann ganz oben in die Papp-Vorrichtung gesteckt – im Video seht ihr mehr davon.

HoloKit enables Mixed Reality through a simple and smart DIY Cardboard Kit (HeadKit) with everyone’s smart phone + open source HoloKit software (TrackKit). HoloKit has 73 degree field of view and super sharp optics quality. HoloKit Webseite

Wie das Ganze funktioniert ist schnell erklärt: Statt einem kostspieligen Projektionssystem reflektieren die zwei Spiegel den Handybildschirm auf eine abgewinkelte halbtransparente Fresnel-Linse. Schaut man nun in die Wunderbox, sieht das zwar etwas bescheuert aus, jedoch kann sowohl die Projektion als auch die Welt dahinter gesehen werden. Das Prinzip erinnert mich etwas an Zaubertricks mit halb gespiegeltem Glas.

Klar, bei einer HoloLens sieht das alles besser aus und man sollte jetzt nicht erwarten, dass diese Vorrichtung an das Projektionsniveau von Microsofts Gerät herankommt. Aber das HoloKit ist günstig und kann quasi als Testaufbau herhalten, um zu schauen, ob man die Augmented Reality öfters nutzen möchte.

Ich kann mir auch andere Anwendungsmöglichkeiten vorstellen, wie beispielsweise in einem Museum. Dort will man wohl kaum eine Handvoll der HoloLens-Headsets kaufen, um Kindern die Welt der Dinosaurier näher zu bringen. Stattdessen kann dafür das HoloKit genutzt werden, um die schicke teuer HoloLens vor dem Kaputtgehen zu bewahren.

Das HoloKit wird es erst am 6. Juni zu kaufen geben. Dann unterstützt es das iPhone 7 und die Plus Variante, Pixel-Handys sowie Project Tango Hardware. Nächste Woche wird der Entwickler auch Bauanleitungen und etwaige andere Dokumente zu dem Produkt auf GitHub hochladen. Dort kann sie sich dann jeder kostenlos downloaden und selber nachbauen.

via: techcrunch

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