Apps und Software
HoloLens bekommt neue Anwendung mit holografischen 3D Kartenmodell

Für Microsofts HoloLens werden nun erste Anwendungen entwickelt, auch von einem amerikanischen Unternehmen mit dem Namen Taqtile. Sie haben die HoloMaps erschaffen, ein holografisches 3D Kartenmodell. Sämtliche Städte und kleinen Dörfer können dadurch im Raum platziert und angeschaut werden, ein besonderes Feature sind dabei die Echtzeitinformationen.
von Vera Bauer am 26. November 2016

Das amerikanische Unternehmen Taqtile, Entwickler von mobiler, virtueller und Mixed Reality Software, hat vor ein paar Tagen ein neues Projekt präsentiert. Ihre Anwendung namens HoloMaps ist nämlich ab sofort im Windows Store kostenlos erhältlich und wartet auf die ersten schwindelfreien Tester. Die Anwendung beinhaltet nämlich holografische 3D-Karten und wie der Name schon sagt, können diese nur mit Microsofts HoloLens genossen werden.

Die Anwendung hat Bing 3D integriert, um über 200 Städte und Ländereien als 3D-Modell in jeder beliebigen Größe abzurufen. Das besondere Element dieser App ist aber das Feature der Echtzeitinformationen. Man navigiert, entweder per Gesten oder Stimmenkommando, durch das holografische Modell während es sich stetig mit den verschiedensten Daten füllt. Diese kommen auch von Bing 3D und bestehen aus dem aktuellen Wetter, dem Fluss des Straßenverkehrs oder auch lokalen Tweets.

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Laut dem Unternehmen Taqtile sind die Einsatzmöglichkeiten von HoloMaps sehr umfangreich, da die Quelle an Daten quasi unendlich ist. Die Anwendung wurde speziell für Unternehmen und Regierungsorganisationen entwickelt, da sie sich mit ihrer Hilfe die Topographie, Infrastruktur und Gebäude in holografischer Darstellung ansehen können. In Verbindung mit den angezeigten Echtzeitdaten können sie immer wieder neue relevante Informationen einblenden lassen. Sogar gerade geschehene Unfälle werden auf dem Modell angezeigt.

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Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Nutzer sich die 3D-Karte entweder allein oder gemeinsam mit anderen HoloLens-Nutzern anschauen können. Dies ermöglicht eine bessere Zusammenarbeit nicht nur von Teams vor Ort, sondern auch von Mitarbeitern an unterschiedlichen Standorten. Nutzer können auch auf der HoloMaps malen oder Notizen darauf schreiben, die für später gespeichert werden können.

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Das holografische Modell hat zwar noch keine hohe Auflösung, doch genug, um alles erkennen zu können. Dieses Problem liegt aber an der HoloLens selber und kann mit einem hochleistungsfähigen PC schnell behoben werden. Mit solch futuristischen Anwendungen zu spielen, ist sicher sehr spaßig und doch stehen sie für eine eher praktische Innovation im Business Segment: Das kollaborative Arbeiten wird dadurch revolutioniert. Reale Meetings werden lieber auf die HoloLens verlegt und sogar Skype könnte sich dadurch weiterentwickeln.

Quelle: taqtile