Hardware
iFixit Teardown: Das Samsung Galaxy S9+ schneidet nicht gut ab

Die Spezialisten von iFixit haben wiedermal das Werkzeug geschwungen und das Samsung Galaxy S9+ bis auf die Platine nackig gemacht. Die Erkenntnis ist enttäuschend. Nicht nur, dass sich das Gerät sehr schwer reparieren lässt, es ähnelt auch in fast allen Komponenten seinem Vorgänger.

Innovation gleich Null! So könnte man das neue Samsung Galaxy S9 (Plus) beschreiben. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich nämlich nicht viel getan. Weder beim Design noch bei der Biometrie-Technologie wurde das Rad neu erfunden. Die Ähnlichkeiten zu den Galaxy S8 Modellen ist unverkennbar. Klar, wenn man von einem S6 oder S7 kommt, ist das neuste Samsung Handy wie ein Sprung auf den Mars, aber eben nur dort.

Dass das Handy wie ein teureres Modell des Vorgängers wirkt, beweisen nun auch die Spezialisten von iFixit, die Geräten ja regelmäßig das Gehäuse vom Leib ziehen und einen Blick darunter werfen. Das Öffnen der Geräte ähnelt sich sehr und auch das modulare Design weist kaum Unterschiede auf.

Wie man beim Teardown feststellen konnte, sind das Kamera- und Iris-Scannersystem ziemlich genau das gleiche wie beim Galaxy S8. Das AR Emoji Feature hat also nichts mit einer verbesserten Kamera zu tun, sondern basiert hier rein auf der Software. Da Apple dieses kleine Emoji-Gimmick als Erster vorgestellt hat, zieht iFixit hier auch schnell den Vergleich zum iPhone X. Hier wurde nämlich wirklich etwas an der Hardware in Form des True-Depth-Kamera-Systems mit IR-Emitter und -Receiver verändert.

Im Test erreicht das Samsung Galaxy S9+ einen Repairability-Score von 4 Punkten und bleibt damit ebenfalls den erreichten Punkten des S8 treu. Maximal kann ein Gerät 10 Punkte erreichen. Die Spezialisten loben, dass Samsung auch hier das modulare Design, wie auch beim Vorgänger angewandt hat. So können Teile unabhängig voneinander ausgetauscht werden.

Doch an die muss man erstmal dran kommen und dieses Vorhaben wird vor allem durch das gebogene Edge-Display und die Glasrückseite erschwert. An einen Austausch des Displays ist dabei auch gar nicht zu denken. Laut dem Teardown, müsse man das gesamte Gerät auseinander bauen, um den Bildschirm reparieren zu können. iFixit bemängelt außerdem, dass Samsung wohl sehr viel Kleber im Innenraum verwendet hat. Das erschwert die Reparatur.

Quelle: ifixit