Wearables
Im Notfall: WRIXO Armband hat Patienteninformationen gespeichert

Auf Indiegogo wird momentan das NFC-fähige Armband „WRIXO“ beworben, aus dem wichtige Daten zur Erstversorgung an einem Unfallsort herausgelesen werden können. Es enthält einen NFC-Chip sowie einen QR-Code, auf dem Patienteninformationen wie etwa die Blutgruppe, Vorerkrankungen, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten gespeichert werden.

Ein Unfall ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Schnelles Handeln ist gefragt, um im schlimmsten Fall sogar das Leben des Verletzten retten zu können. Ganz dramatisch wird es, wenn der Patient nicht mehr ansprechbar ist und er keine Auskunft darüber geben kann, auf welche Medikamente er vielleicht allergisch reagiert oder welche Krankheiten in seiner Familie häufig auftraten. Doch das sind wichtige Informationen, die zur Anamnese dazugehören und die weiteren Behandlungsschritte beeinflussen können.

Hier kommt WRIXO ins Spiel, ein Armband, dass Gesundheitsinformationen des Trägers speichert, um sie bei Bedarf dem Ersthelfer oder medizinischen Personal zu liefern. Das Gadget ist sehr einfach gehalten. Im Gegensatz zu intelligenten Wearables mit allerlei technischem Schnickschnack drumherum, setzt das wasserdichte Armband auf einen eingebauten NFC-Chip sowie einen vorgedruckten QR-Code auf Papier.

Über beide Technologien können dann frühere Anamnesen, Kontaktdaten, Allergien, Krankheiten und Medikamente abgerufen werden. Auch Informationen wie die eigene Blutgruppe, Versicherung und sogar Daten wie Röntgenbilder, MRTs, Rezepte oder Laborberichte können über die WRIXO-Webseite per Account hochgeladen werden.

Über diese kann man auch seinen Arzt einladen, damit dieser unterschiedliche Informationen und Datensätze updaten kann. Im Prinzip ist WRIXO also eine Online-Krankenakte, die auch für das Handgelenk gemacht ist. Schickt man sie online hin und her, sind die Daten durch einen Code geschützt, der nur per Einladung vergeben werden kann. Bei dem Abrufen der Daten über das Armband ist dieser Code nicht nötig, denn hier geht es ja um die schnelle Erstversorgung.

Für das Auslesen der Informationen über das Wearable braucht man keine App. Ersthelfer oder Notärzte können mit ihrem möglicherweise NFC-fähigen Handy den Chip antippen, und bekommen die gespeicherten Informationen dann angezeigt. Unterstützt deren Smartphone diese Funktion nicht, können sie einfach den aufgedruckten QR-Code scannen.

Ich finde, WRIXO könnte gerade ältere Menschen oder Kindern im Notfall zugutekommen. Auch den Personen, die ein erhöhtes Risiko haben, zusammenzubrechen oder auf fremde Hilfe angewiesen sind, könnte das Armband helfen. WRIXO ist technisch gesehen kein super intelligentes Allround-Wearable, aber ich denke, genau da liegt auch der Vorteil des Armbands. Es braucht keine Batterie, die aufgeladen werden muss und auch kein Prozessor, der kaputt gehen kann. Es ist einfach da und es kann mit dem Bereitstellen von wichtigen Informationen, Leben retten.

Wer sich für WRIXO interessiert, sollte mal bei Indiegogo vorbeischauen. Dort wird das Armband momentan für 19 Dollar plus Versand beworben. Die Kampagne läuft 22 Tage und braucht noch einige Unterstützer, um umgesetzt zu werden.

Quelle: indigogo