3D-Druck
Im Osterfieber: Erfinder zeigt selbstgebauten 3D-Drucker für Eier

Passend zum morgigen Ostersonntag zeigt der Erfinder Joris van Tubergen 3D-bedruckte Ostereier, die er dank seines umgebauten Ultimakers erstellen konnte. Seine Arbeit stellt er in einem Blogeintrag sowie auf YouTube vor.

Für alle, die zu Ostern etwas Besonderes auf den Tisch zaubern wollen, können ihre Eier natürlich weiterhin mit Hilfe von Malmaschinen verschönern oder aber einfach bedrucken. Das funktioniert mit einem umgebauten 3D-Drucker, wie der Erfinder Joris van Tubergen auf seinem YouTube Channel zeigt. Dazu nutzt er einen Ultimaker, bei dem er die Druckplatte durch eine eingebaute Y-Achse ersetzt.

„A small rotary Y-axis experiment turned out into a full featured egg printing device. Including scanning the surface of each individual egg as a preformed 3D printbed.“ Joris van Tubergen

In einem Blogeintrag erzählt der Erfinder wie er zu der Idee kam und wie man das Projekt selber umsetzen kann. Er startete mit einem Rotationsexperiment mit Hilfe dieser Y-Achse. Zunächst musste er diese noch von Hand drehen, wie ein Spieß über dem Feuer und dabei ganz genau aufpassen, dass die Druckerdüse nicht verrutscht. Mittlerweile rotiert die Achse von allein und zwischen die beiden Enden können zylindrische Gegenstände eingesetzt werden, oder eben Ostereier.

Tubergen konstruierte die Drehachse in der CAD-Software Onshape und schnitt sich ein Gehäuse aus Holz in Form, sodass er die Achse auch befestigen konnte. Die Zahnräder und der Eierhalter druckte er 3D. Der Schrittmotor der Y-Achse ließ sich gleich wiederverwenden, doch den Zahnriemen bastelte er sich selber zu einem längeren zusammen.

Das Justieren der Eier gestaltete sich ein bisschen schwieriger, denn hier musste der Drucker die gebogene Oberfläche erkennen. Wie Tubergen berichtete, schaffte er es schließlich mit Hilfe der Entwickler der Druckersoftware Marlin und konnte die automatische Justierung des Druckkopfs nutzen. Mittlerweile kann der Drucker die Oberfläche von Eiern vollständig scannen und erfasst jedes Einzelne als vorgeformtes 3D-Druckbett.

Seine Eierkunstwerke sind etwas Besonderes und Tubergen will die Arbeit an seinen Prototypen fortführen. Auf seinem Blog lässt er uns mit einer kleinen Andeutung eines möglichen Kickstarters-Projekt zurück und wer weiß, vielleicht gibt es in naher Zukunft einen Eier-3D-Drucker zu kaufen. Abnehmer würde es dafür bestimmt geben!

via: rooiejoris