Smart Machines
Innovativ: Ford entwickelt Hundehütte mit Noise-Cancelling-Technologie

Genau wie im letzten Jahr, stellt Autobauer Ford auch 2018 ein innovatives Projekt vor, das mit Technologien der Automobilindustrie gelöst wurde. Dieses Mal geht es um eine lärmdämmende Hundehütte, die unseren Vierbeinern das Silvesterfeuerwerk erleichtern soll.
von Vera Bauer am 22. Dezember 2018

Hunde hören viel höhere Frequenzen, die für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar sind. Sicherlich sagt euch allen die Hundepfeife etwas, die für den Menschen nicht hörbar ist, für den Hund hingegen schon. Natürlich machen ihnen lautere Töne auch viel mehr zu schaffen. Das kennt so mancher Hundebesitzer vor allem an Silvester, wenn sich ihr Vierbeiner vor Panik vor dem Feuerwerk unter dem Tisch verkriecht.

Das Ganze ist herzzerreißend mit anzusehen und deshalb setzt sich nun Autohersteller Ford für den besten Freund des Menschen ein. Um Hunden und ihren Besitzern den Neujahrsbeginn so angenehm wie möglich zu machen, hat Ford einen geräuschunterdrückenden Zwinger-Prototypen entwickelt. Er wurde von der Lärmschutztechnologie inspiriert, die auch in Fords Edge-SUV eingebaut ist, um Motor- und Getriebegeräusche hörbar zu reduzieren.

“Many animals find fireworks scary – and compared to people, dogs can hear things that are four times further away, and across a much wider range of frequencies. Preparing in advance of firework displays is the key – and part of that is to identify a place where your pets feel safe and happy.” Graeme Hall, “The Dogfather”

In dem Zwinger sind Mikrofone verbaut, die, wenn sie das Geräusch von Feuerwerk erkennen, ein Signal an ein eingebautes Audiosystem senden. Das wiederum schickt entgegengesetzte Frequenzen los, von denen Ford behauptet, dass sie die Lautstärke des Feuerwerks deutlich reduzieren. Hinzu kommt, dass der Zwinger aus hochdichtem Kork gebaut ist, um Außengeräusche zusätzlich zu dämpfen.

Der, nennen wir ihn mal, Lärmminderungszwinger steht leider derzeit nicht zum Verkauf. Doch mit diesem Projekt zeigt Ford einmal mehr, dass man eine Reihe von Technologien der Autoindustrie auch zur Lösung alltäglicher Probleme einsetzen kann. Im letzten Jahr hatte Ford ein Kinderbett namens Max Motor Dreams entwickelt, das mit kleinen Motoren im Unterbau das Gefühl eines fahrenden Fahrzeugs simulierte. Dazu wurden Straßengeräusche abgespielt und eine LED-Beleuchtung ahmte die vorbeiziehenden Straßenlaternen nach.

Damals sagte Ford, dass man das Kinderbett vielleicht wirklich für den Markt produzieren könnte, wenn es genug Interessenten gäbe. Obwohl die Kampagne total viral ging, schaffte es der Max Motor Dreams niemals ins Verkaufsregal. Das macht den Menschen, die wirklich Interesse an dem lärmdämmenden Hundezwinger haben, nicht gerade Mut.

via: techcrunch