Hardware
iPhone X: Teardown von iFixit enthüllt zwei Batteriezellen und mehr

Püntklich zum Verkaufsstart des neuen iPhone X, hat auch iFixit ihren Reparierbarkeitstest des Smartphones veröffentlicht. Dabei kommen ein paar Überraschungen ans Licht und man erkennt gut, wie sich die Komponenten über die Jahre verbessert haben.
von Vera Bauer am 6. November 2017

iFixit, der bekannte Reparaturdienstleister, zerlegt brandneue Notebooks, Smartphones und Tablets vollständig in ihre Einzelteile und vergibt anschließend Punkte für die Reparierbarkeit der Geräte. Mit dem kürzlichen Launch des neuen iPhone X haben die Spezialisten von iFixit ein neues Device, an dem sie sich austoben können. In ihrem Bericht zeigen sie, wie Apple das Innenleben der Smartphones über die Jahre vollständig umgestaltet hat und wie sie es geschafft haben, mehr Komponenten in einen sehr schlanken Körper zu verpacken.

Der sogenannte Teardown von iFixit enthüllt einige Überraschungen, darunter zwei Akkuzellen im iPhone X. Es ist das erste Mal, dass gleich zwei Batterien in einem iPhone verbaut werden. Beide Akkus haben vereint eine Kapazität von 2.716 mAh. Das ist nur ein bisschen größer, als die Batterie des iPhone 8 Plus, die 2.691 mAh Kapazität aufweist. iFixit ist der Meinung, dass die Dual-Cell-Batterie des iPhone X mehr Platz spart, als wenn man die Kapazität einer einzelnen Batterie verändern würde. Diese Anordnung ermöglicht Apple eine kreativere Platzierung der anderen Komponenten. Man könne den Platz also besser nutzen.

Bei ihrem Test stellt iFixit fest, dass das Motherboard des iPhone X 30 Prozent kleiner ist, als das des iPhone 8 Plus. Apple faltete das Board nämlich zusammen, sodass wieder mehr Platz für andere Sachen frei wird. Es ist auch hier das erste Mal, dass man ein gefaltetes Motherboard in einem iPhone verbaut – zumindest seit dem allerersten iPhone.

Der Teardown zeigt auch die Sensoren, die für das Feature der Face ID verantwortlich sind. Es wird ein unsichtbares Infrarotlicht auf das Gesicht des Benutzers geworfen, wobei die Frontkamera bestätigt, ob sich tatsächlich ein menschliches Gesicht vor der Linse befindet. Ein Infrarot-Punktprojektor projiziert dann eine Punktmatrix auf den Kopf und erstellt eine 3D-Ansicht aus vielen kleinen Punkten. Die Infrarot-Kamera an der linken Seite des Displays prüft dieses 3D-Modell und sendet die entsprechenden Daten an die Komponente, die für das Entsperren des Handys verantwortlich ist.

Im Vergleich zum ersten iPhone hat sich natürlich viel getan. Man hat beim iPhone X so viel in das Gehäuse gepackt und es gibt viel mehr Komponenten, die deutlich kleiner und kompakter geworden sind. Logisch, die technische Entwicklung geht ja immer weiter.

iFixit hat festgestellt, dass ein gesprungenes Display weiterhin problemlos ausgetauscht werden kann. Dabei müssen die biometrischen Komponenten der Face-ID nicht entfernt werden. Allerdings sieht das Ganze kritischer aus, wenn das hintere Glas bricht. Dann nämlich müssen alle Komponenten ausgetauscht werden, auch die des Entsperrungs-Features

Das iPhone X erhält bei der Reparierbarkeit 6 von 10 Punkten. Anscheinend ist es einfacher hier etwas auszubessern, als beispielsweise beim Samsung Galaxy Note 8, das nur 4 Punkte bekommen hat. Googles Pixel XL hat eine Punktzahl von 7 erreicht und das iPhone 8 ebenfalls eine 6.

Quelle: ifixit.com via theverge.com