John Legend: Musikvideo wurde komplett mit dem Google Pixel 2 gedreht

John Legend hat ein neues Musikvideo veröffentlicht und das wurde komplett mit dem Google Pixel 2 aufgenommen. 

Tun wir einfach mal kurz, als hättet ihr die Überschrift und die Einleitung nicht gelesen und ich würde euch jetzt erzählen, dass US-Superstar John Legend seine neue Single „A Good Night“ und das dazugehörige Musikvideo gerade eben veröffentlicht hat. Hier könnt ihr das Video bereits sehen. Schaut es euch an und sagt mir dann, was euch dabei auffällt.

Immer noch davon ausgehend, dass ihr die Überschrift nicht beachtet habt, würdet ihr vielleicht jetzt feststellen, dass es einfach ein Musikvideo ist, wie wir sie schon zu Tausenden kennen und bei dem euch erst einmal grundsätzlich nichts auffällt. Schöne Bilder, professionell in Szene gesetzt als Untermalung für einen Song, der uns jetzt bereits Vorfreude auf den Sommer macht.

Aber es gibt ihn nun mal, diesen Unterschied: Es kamen im Clip nämlich keine professionellen Kameras zum Einsatz, sondern ausschließlich das Google Pixel 2! Dabei handelte es sich allerdings nicht um ein einzelnes Smartphone, sondern gleich derer 23 Stück. Unter der Regie von Mishka Kornai waren für das Video also insgesamt 23 Pixel-Smartphones über 14 Stunden lang im Einsatz, einschließlich eines speziell angefertigten Bullet Time Rigs aus Holz, das die gleichzeitige Aufnahme mit elf Kameras ermöglichte.

Das Ergebnis spricht meiner Meinung nach für sich und bestätigt wieder einmal die herausragenden Kamera-Talente dieses Smartphones. Auch, wenn in den letzten Tagen das Huawei P20 Pro in aller Munde ist, ist die Kamera im Google Pixel 2 nach wie vor Weltklasse und muss sich wahrlich nicht verstecken.

Unten habe ich das Interview angehängt, welches Google mit dem mehrfachen Grammy-Gewinner und Oscar-Preisträger John Legend geführt hat. Dort spricht er natürlich über den Song, aber auch darüber, dass er generell Google-Fan ist (was man vermutlich bei einem Google-Testimonial nicht extra erwähnen müsste) und dass es ihn erstaunt, wie gut a) die Qualität der Smartphone-Kamera ist und b) wie natürlich es sich anfühlt, mit Smartphones anstelle richtiger Kameras zu drehen.

Alle Fotos: Google LLC

Wie gesagt, das klingt alles schon ein bisschen danach, dass das sehr durch die Google-Brille betrachtet geschildert wird, aber unterm Strich steht halt als Resultat dieses wirklich klasse in Szene gesetzte Musikvideo. Dazu müssen wir natürlich im Hinterkopf behalten, auf was für einem hohen Niveau generell die Kameras der Premium-Smartphones unterwegs sind. Wer hätte vor wenigen Jahren noch gedacht, dass man so viele erstaunliche Möglichkeiten mit so winzigen Kamera-Sensoren in Smartphones bekommen würde?

Beim Song “A Good Night” selbst geht es um eine dieser besonderen Nächte, in der man einen Menschen trifft, dem man sich auf Anhieb sehr verbunden fühlt und sich direkt vorstellen kann, dass man diese Person künftig an seiner Seite wünscht. Im Video spielt man dann mit der Idee, wie sich das Dating über die Jahre verändert hat.

Als Anspielung auf die neuen Technologien sieht man die Darsteller in dem Nachtclub dann auch durch die Anwesenden “swipen”, genau so, wie ihr es beispielsweise bei Tinder tun würdet. Später dann wird ebenfalls durch Wischen das Gegenüber in verschiedenen Outfits begutachtet. Also auch ohne den Google Pixel-Hintergrund eine coole Idee für ein Musikvideo, wie ich finde.

Mag tatsächlich sein, dass sich Dating dank des Internets und dank Smartphones verändert hat, aber am Ende läuft es doch trotzdem wie seit Hunderten von Jahren: Es finden sich zwei Menschen, stellen fest, dass sie etwas Besonderes verbindet und man seinen Seelenpartner gefunden hat.

Wenn ihr mehr über den Video-Dreh erfahren wollt, kann ich euch hier jetzt noch das “Behind the Scenes”-Video empfehlen, dan drunter dann gibt es das angekündigte Interview von Google mit John Legend. Ich gehe derweil jetzt in die Stadt und schau auch mal, ob ich meinen Seelenpartner finde. Wenn das im Club funktioniert, haut das doch sicher auch an der Kasse im Netto hin, oder nicht? ;)

Erzähle uns doch etwas über die Inspiration zum Musikvideo für deine Single „A Good Night.“
Der Song und das Video handeln von einer magischen Nacht, in der du jemanden triffst, bei dem du sofort ein Gefühl der Verbundenheit spürst und dir eine gemeinsame Zukunft vorstellen kannst. Du bist Single, gehst auf Dates und nutzt dafür wahrscheinlich alle Apps, die die Leute heute verwenden (ich habe ehrlicherweise seit dem Aufkommen von Tinder usw. kein Date mehr gehabt, aber für mich ist das ein faszinierender Bereich der Romantik), findest aber diese eine, ganz spezielle Person nicht. Aber in einer Nacht, in der du vielleicht vollkommen in die Musik, die Drinks oder etwas anderes versunken bist, triffst du dann die Person, die alles verändert.
Das Video spielt in einem Club und stellt visuell das Swipen nach links in Apps dar, mit dem man buchstäblich Kandidaten für ein Date wegwischt. Unser Paar findet aber schließlich zusammen. Und dann sehen wir, während der Bridge, wie sich die Situation in eine Fantasie-Zukunft verwandelt, in der unser Paar seine eigene Hochzeit sieht. Es wird eine wundervolle Feier der Liebe und Verbundenheit.

Warum habt ihr euch dazu entschieden, das Video mit Google Pixel 2 zu drehen?
Wir fanden es einfach cool, mit dem Pixel zu drehen, weil die Kamera erstaunlich ist. Außerdem waren wir von der Idee fasziniert, ein Smartphone als Kamera für ein teures, professionelles Musikvideo zu nutzen ‒ ein Video, in dem es um „Smartphone-Dating-Erfahrungen“ geht.

Welches ist deine Lieblingsszene im Video?
Ich mag die Verwandlungsszene während der Bridge, wo alles einfriert und surreal wird, bevor wir dann zu einer Fantasie-Hochzeit springen.

Was hat euch beim Drehen mit Smartphones überrascht?
Es lief absolut reibungslos. Wir sind so sehr daran gewöhnt, bei solchen wichtigen Drehs alles mit teuren Kameras zu filmen. Aber der Dreh mit den Smartphones war wie immer und die Qualität von Pixel war erstaunlich.

Wie können deiner Meinung nach zum Beispiel Smartphones dazu beitragen, dass aufstrebende Künstler wahrgenommen werden?
Die Technologie, die man für Kreatives nutzen kann, ist zugänglicher und demokratischer geworden. Und es gibt so viele neue Möglichkeiten, auch mit wenig Geld etwas zu veröffentlichen. Das gilt für die Musik, das Filmemachen und auch andere Bereiche. Das finde ich toll! Es ist ein Segen für die Kreativität und gibt so viel mehr Menschen die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen und ihre Vision zu teilen.

Welche der neuen Filmemacher magst du am liebsten?
Ich bin mir nicht sicher, wie du „neu“ definierst. Meine Produktionsfirma hat gerade den Film „Monster“ mit Anthony Mandler gedreht, es war sein Debüt. Wir haben schon vorher für Musikvideos und Werbespots zusammengearbeitet, und ich finde, sein erster Spielfilm ist ausgezeichnet geworden.

Das Video spielt mit der Idee von Apps und Social Media und wie sie Dating beeinflussen. Wie verändert das „Zeitalter von Instalove“ die Art und Weise, wie du mit deinen Fans sprichst?
Ich spreche viel über zeitlose Dinge wie Liebe und menschliche Verbundenheit. Die Art und Weise, wie sich Menschen begegnen, hat sich stark verändert. Aber ich glaube, die emotionalen Bedürfnisse und Wünsche haben sich nicht so sehr verändert.

Wir können die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, dich nach den Frauen in deinem Leben zu fragen. Wie hilft dir das Pixel, mit deiner Frau Chrissy und deiner Tochter Luna in Verbindung zu bleiben und deine Momente mit ihnen aufzunehmen?
Ich liebe es, über Pixel mit Chrissy und Luna zu reden. Für Videoanrufe nutzen wir gerne Duo. Außerdem macht die Pixel-Kamera unglaubliche Fotos und Videos.
Da ich ein großer Google-Fan bin, ist es toll, ein Smartphone zu haben, das alle Google-Apps so problemlos vereint. Ich nutze ständig Google Docs, Google Maps, Google Drive, den Google Kalender und andere Apps. Es ist großartig, ein Smartphone zu haben, das dafür gemacht ist.

Letzte Frage. Was hörst du im Moment?

Kendrick Lamar, Frank Ocean, Miguel, SZA ‒ und VIELE Songs des Soundtracks von „Jesus ChristSuperstar“, die haben mich auf meine große Rolle am vergangenen Ostersonntag vorbereitet!