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Kickstarter-Projekt „Sgnl“: Finger ans Ohr und lostelefonieren

Auf Kickstarter ist ein neues Projekt gerade ein großer Erfolg und erfüllt offensichtlich Herzenswünsche, über die vorher noch keiner nachgedacht hat. Es handelt sich um das Armband Sgnl, welches sich per Bluetooth zum Handy verbinden lässt und bei einem Anruf, kann man sich einfach nur den Finger ans Ohr halten. Die Audiosignale werden dabei über die Handknochen auf den Ohrknochen übertragen und man hört seinen Gesprächspartner.
von Vera Bauer am 25. September 2016

Als Kind haben viele von euch bestimmt auch mit Daumen und kleinem Finger Telefonieren gespielt. Ersteren ans Ohr und Letzteren vor den Mund – fertig war das Telefon. Einziger Nachteil: Es hat nicht funktioniert. Auf Kickstarter fasst das Crowdfunding-Projekt, mit dem vollkommen vokalfreien Namen Sgnl, was sich trotzdem wie das englische „Signal“ ausspricht, diese Idee wieder auf. Es handelt sich dabei um ein Armband, mit dem man per Finger ans Ohr telefonieren kann.

sgnl-armband

Das klingt erstmal nach Spionage-Film oder einem sneaky Geheimagent, der sich ganz lässig den Finger ans Ohr hält. Das Armband Sgnl, dass per Bluetooth mit dem Handy verbunden ist, kann man dabei entweder einzeln tragen, oder es an einer Smartwacht bzw. Uhr befestigen. Wenn jemand anruft, nimmt man ihn einfach per Knopfdruck am Armband an und schon hört man die Stimme des Gesprächspartners von der anderen Seite. Die Audiosignale werden dabei über die Handknochen auf den Ohrknochen übertragen.

Das Ganze nennt sich Bone-Conduction, was im Prinzip wirklich nichts Anderes ist, als Schallwellenübertragung. Das Sgnl-Armband übersetzt die gesprochenen Wörter in Vibrationen, die dann wiederum über den anliegenden Finger direkt ins Ohr geleitet werden, wo sie sogleich als hörbare Sprache wahrgenommen werden. Und das funktioniert alles über die Knochen in beiden Körperteilen.

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Zusätzlich zur Geheimagenten-Telefonie-Funktion á la James Bond, ist Sgnl auch ein Fitnessarmband und kann auch Vibrations-Benachrichtigungen abgeben für eingehende Nachrichten. Die Akkulaufzeit beträgt ungefähr vier Stunden, was in meinen Augen etwas wenig ist. Man kann das Armband aber binnen einer Stunde per microUSB wieder komplett aufladen.

Auf Kickstarter ist Sgnl ein Riesenerfolg, denn es sind zwar noch 21 Tage bis zum Ziel, doch schon jetzt wurden über 850.000 Euro gesammelt. Finanzierungsziel lag bei „nur“ 50.000 Euro. Aktuell kann man sich Sgnl ab 139 Dollar sichern und wenn alles klappt, dann beginnt ab Februar 2017 die Auslieferung.

Quelle: kickstarter und engadget