Smart Home
Knock, Knock, „Knocki“: Kleines Device will jede Oberfläche smart machen

Auf Kickstarter sucht eine Kampagne finanzielle Unterstützung für ihr smartes Gerät Knocki. Dieses verwandelt jede Oberfläche im Haus zu einer smarten Oberfläche, mit der man alle Geräte im Haushalt auf einfachste Weise kontrollieren kann. Knocki wird dazu beispielsweise einfach an ein Möbelstück geheftet und kann verschiedene Klopfmuster und dazu festgelegte Funktionen einprogrammiert bekommen.

Jeder ist hinter dem Smart Home her. Es muss alles so schnell und am besten noch so bequem wie möglich sein. Dabei setzen viele Unternehmen auf Gestensteuerung oder Sprache. Klicken, Wischen, Sprechen, Schieben, Klatschen – alles Steuerungs-Funktionen der unterschiedlichsten Smart Home-Systeme. Auch die Handy-Methode ist sehr beliebt, bei der man mit sechs Klicks das Licht ausmachen kann, anstatt einfach den Lichtschalter zu drücken. Aber, hey es ist smart!

Ganz anders geht da nun ein Unternehmen aus Texas ran, denn auf Kickstarter präsentieren sie das Gerät Knocki. Das Device mit dem unscheinbaren Aussehen erinnert mich an einen tellerrunden Bluetooth-Lautsprecher und will jede Oberfläche im Zuhause zu einer smarten Oberfläche machen, um alle Geräte im Haushalt auf einfachste Weise zu kontrollieren. Das Kickstarter-Ziel von 35.000 US-Dollar haben die Entwickler bereits um ein Mehrfaches übertroffen. 

Knocki-13

Knocki kann auf die Steuerung ganz verschiedener Geräte programmiert werden. Dazu wird es beispielsweise an einer Wand, einem Tisch, einer Tür, einem Möbelstück oder einer Arbeitsplatte befestigt. Klopft oder tippt man dann beispielsweise dreimal schnell auf den Beistelltisch neben sich, könnte sich das Licht an- oder ausschalten oder ein zweimaliges Tippen könnte den Thermostat aktivieren. Egal an welcher Oberfläche Knocki haftet, wenn man darauf klopft, führt das Device vorher festgelegte Funktionen aus.

knocki temperatur einstellen

Die Liste an kompatiblen Anwendungen wollen die Entwickler kontinuierlich ausbauen. Aktuell bietet Knocki beispielsweise Unterstützung für Nest, Wemo, Spotify, Philips Hue, Google Kalender, Google Mail, Facebook oder Twitter. Auch in Verbindung mit einem Smartphone soll Knocki viele Funktionen bieten. Zum Beispiel lässt sich auch die Musikwiedergabe oder die Snooze-Funktion des Weckers per Klopfen oder Tippen auf eine Oberfläche steuern.

Knocki systeme

Insgesamt können in Knocki 10 verschiedene Klopfmuster einprogrammiert werden, die entweder aus einer bestimmten Anzahl an Klopfzeichen oder leichten Fingertipps bestehen, es ist aber auch eine Kombination aus beiden möglich. Zur Erkennung wird hier eine patentierte Technologie verwendent, die Vibrationen, die durch die Oberfläche laufen, erkennen kann. Durch Geräusche wird dies allerdings nicht beeinträchtigt. Man kann auch mehrere Knocki in einem Raum anbringen, solange diese auf getrennten Oberflächen sitzen.

klopfzeichen knocki

Das Gerät wird mit Batterien betrieben, kommuniziert über WLAN und die Akkulaufzeit soll gut 12 Monate betragen. Die dazugehörige App, über die man die Klopfzeichen festlegen kann, gibt es für iOS und Android. Der Kickstarterpreis von Knocki beträgt 99 Dollar, doch frühe Unterstützter können sich aktuell ein Exemplar für 79 Dollar sichern. Die Auslieferung soll im Dezember stattfinden, also wäre Knocki auch ein tolles Weihnachtsgeschenk.

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Ich finde Knocki grundsätzlich eine gute Idee, aber für mich fehlt da noch etwas bei dem Projekt. Also mal angenommen, ich habe jetzt verschiedene Knockis in meiner Wohnung installiert: Auf meinem Schreibtisch, meinem Beistelltisch im Wohnzimmer und an der Tür. Müssen diese Geräte dann alle das gleiche Klopfmuster einprogrammiert haben, damit ich an jedem Ort die gleichen Funktionen habe? Wenn ja, kann ich insgesamt nur 10 verschiedene Muster festlegen – nicht cool. Wenn nein, muss ich ja immer zu dem einen Knocki gehen, der eine bestimmte Funktion ausführen kann, beispielsweise das Licht an- und ausschalten, was auch nicht gerade von Vorteil ist. Auf dem Bild sieht das halt auch leider so aus.

Knocki Haus

Quelle: ubergizmo und kickstarter