Wearables
LumiWatch: Wearable projiziert interaktive Oberfläche auf den Arm

Die LumiWatch wurde entwickelt, um eine größere Interaktionsfläche für Smartwatches bereitzustellen. Deshalb hat das Gerät einen kleinen Projektor verbaut, der das Interface mittels Laser auf den Arm des Trägers wirft. Bislang ist das Wearable noch im Prototypenstatus.

Ein interessantes Projekt haben Forscher der Carnegie Mellon University letzte Woche in einem Paper vorgestellt. Dort zeigen sie den Prototypen der LumiWatch, die eine interaktive Oberfläche auf den Arm des Trägers projiziert, die es ihm ermöglicht, Gesten auf der Haut auszuführen, um das Gerät zu steuern.

Die Uhr kann ein bis zu 40 Quadratzentimeter großes Interface erstellen. Der Prototyp zeigt, wie solch eine Interaktion auf der Haut aussehen könnte. So streicht der Nutzer beispielsweise nach links, um die Uhr zu entsperren und entlang des Arms werden dann die Apps angezeigt. Diese kann man wie von einem Smartphone gewohnt, bedienen. Man wollte mit dem Wearable ein größeres Interface schaffen, das eine normale Smartwatch mit einem kleinen Mini-Display nicht bieten kann.

Die LumiWatch ist ein vollkommen eigenständiges Gerät, das aus einer Logikplatine, einem Projektor, einem Tiefensensor, einem Metallgehäuse und einer Batterie besteht. Der Projektor hat einen roten, einen blauen sowie einen grünen Laser verbaut, die etwa 15 Lumen hell sind – dies entspricht etwa der Helligkeit einer Kerze. Jedoch soll man die projizierte Oberfläche auch noch gut im Freien bei Tageslicht erkennen können.

Außerdem hat das Gerät eine kontinuierliche 2D-Fingererkennung verbaut. Angetrieben wird es von einem Qualcomm 1,2 Ghz Quad-Core Prozessor mit 768 MB RAM, 4 GB Flash-Speicher und einem 740 mAh Lithium-Ionen-Akku. Noch dazu, unterstützt die LumiWatch Bluetooth und Wi-Fi. Auf ihr läuft zwar Android als Betriebssystem, jedoch in der etwas veralteten Version 5.1.

Ein Problem, mit dem sich die Forscher bei der Entwicklung des Gerätes konfrontiert sahen, war die Unebenheit des Arms. Dieser ist natürlich gebogen und stellt keine flache Projektionsfläche dar. Das führt wiederum zu Verzerrungen. Auch in dem Vorführvideo des Prototypen kann man diese sehr genau erkennen und das sieht irgendwie ziemlich wackelig aus.

Die Entwickler schätzen, dass sich der Verkaufspreis für das Gerät auf etwa 600 Dollar belaufen würde – vorausgesetzt natürlich, sie würden die LumiWatch bis zur Marktreife bringen. In Zukunft will man die Technik noch weiter verbessern und vor allem die interaktive Projektionsfläche aufstocken. Ob es das Gerät jemals zu kaufen geben wird, steht noch in den Sternen.

via: theverge