Für Human Ressources und Sales Teams
Microsoft kombiniert LinkedIn mit Dynamics 365

Microsoft wird ab Juli den "Sales Navigator" von LinkedIn mit "Dynamics 365" verbinden. Eine einfachere Suche von Mitarbeitern und die Generierung von Leads sollen damit ebenso möglich sein wie verbesserte Arbeitsabläufe im Human Ressource Department - auf deutsch: der Personalverwaltung.

Nachdem Microsoft sich im vergangenen Jahr das weltweit größte Karrierenetzwerk LinkedIn für 26 Milliarden Dollar gegönnt hatte, trägt die Übernahme nun erste kollaborierende Früchte. Die Redmonder werden ab Juli 2017 den Sales Navigator von LinkedIn mit der eigenen Businessumgebung Dynamics 365 verbinden. Das Ziel ist eine einfachere Suche von Mitarbeitern und die Generierung von Leads.

Dazu nutzt Microsoft Tools zur Datenanalyse bei rund 500 Millionen Mitgliedern auf LinkedIn, um Vorschläge für Sales-Teams zu machen, die Dynamics 365 nutzen. Die Umgebung selbst ist ebenfalls recht neu und kombiniert ein Customer Relationship Management-System (CRM) mit Enterprise Resource Planing (ERP). Verbunden mit LinkedIn wird Mitte des Jahres also eine Schnittstelle entstehen, die die Systeme zusammenführt und zusätzlich an Office 365 anbindet.

Konkret soll die Fusion dafür sorgen, dass Verkaufsteams, die Dynamics 365 nutzen, präzise Vorschläge von Leuten und Unternehmen bekommen, die zu ihren Produkten passen. Dabei wertet das System Kontakte, verbundene Unternehmen sowie momentane und ehemalige Arbeitgeber aus (und im datenkrakenmäßig im Grunde alle Informationen des Profils) und erstellt dann Vorschläge potenzieller Kunden.

Die lassen sich dank der Integration in Office 365 dann direkt kontaktieren, was Microsoft als „holistische Lösung“ bezeichnet, Verkaufsanalysen und Kontaktpflege in einem Ökosystem zu verwalten, ohne Outlook jemals verlassen zu müssen. Dynamics 365 for Sales soll dabei laut Microsoft nur halb so viel kosten wie vergleichbare Lösungen auf dem Markt. Die prominenteste dürfte Salesforce sein, das ebenfalls ein KI-gestütztes System zur Datenanalyse nutzt.

Und weil LinkeIn ja in erster Linie ein Karrierenetzwerk und erst in zweiter Linie eine potenzielle Kundendatenbank ist (berechtigte Gegenmeinungen bitte in die Kommentare), erweitert Microsoft Dynamics 365 direkt um eine Jobsuche. Mit Zugriff auf LinkedIn-Mitglieder richtet sich Dynamics 365 for Talent vor allen Dingen an die Personalverwaltung oder Neudeutsch das Human Ressource Department. Das Tool wertet auch hier alles mögliche aus und schlägt dann Kandidaten vor, die auf eine bestimmte Stelle oder für einen bestimmtes Projekt passen.

Microsoft Office 365 speichert Daten nun auf Wunsch nur in Deutschland

Ohne LinkedIn-Anbindung, aber der Vollständigkeit halber: Microsoft erweitert Dynamics 365 noch um ein Tool für Retailer, das die gesamte Prozesskette von der Produktion bis zum Warenlager und den Verkauf aufzeigt. Der Clouddienst bringt Übersichten und Analysen über das Inventar, Mitarbeiter, Kunden und Finanzen unter ein Dach.

Zudem hat Microsoft angekündigt, Daten deutscher Kunden auch auf deutschen Servern zu speichern, was ebenfalls bei Office 365 möglich ist. Wer mehr über das Tool erfahren möchte, kann sich am 3. Mai um 16.00 Uhr das Live Web Event Microsoft Business Forward ansehen, bei dem auch der CEO Satya Nadella sprechen wird.