Mixed Reality
Microsoft macht Holoportation vom Auto ins Büro möglich

Die Forschungsabteilung von Microsoft treibt die Holoportation noch einen Schritt weiter und bringt die Technik in ein fahrendes Auto. Eine Peson sitzt im Auto, sitzt als Hologramm aber im Büro eines Kollegen, der eine Hololens trägt. Microsoft musste für dieses Vorhaben einige Sachen an der Technik verändern, allerdings klappt die Holoportation noch nicht mit mobilem Internet, sondern nur mit WLAN.
von Vera Bauer am 4. Dezember 2016

Miteinander sprechen und sich dabei sogar in die Augen schauen, trotz mehreren Hundert Kilometern Entfernung? Was früher nur in Science-Fiction Filmen möglich war, ist heute, dank der HoloLens, kein Problem mehr. Bereits Anfang des Jahres zeigte Microsoft die Technologie der Holoportation und nun wird das Projekt sogar noch weiter getrieben.

Die Forschungsabteilung des Unternehmens beschäftigt sich nämlich mit der Holoportation aus dem Auto heraus. Die Technik an sich ist schon komplex genug. Mit mindestens zwei Kameras kann eine Person dabei als plastisches Hologramm an fast jeden beliebigen Ort dieser Welt ausgestrahlt werden. Sein Gegenüber muss natürlich eine HoloLens tragen, um das Modell sehen zu können. Ein fahrendes Auto macht die Aufgabe allerdings um einiges schwerer.

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Erst einmal können die Hologramme noch nicht über das mobile Internet übertragen werden, sondern brauchen eine WLAN Verbindung. Zwar hat es Microsoft geschafft, die Datenrate um 97 Prozent auf 30 bis 50 Mbit pro Sekunde zu reduzieren, ohne dabei die Qualität der Hologramme zu verringern, doch eine stabile Internetverbindung ist trotzdem nötig. Wie wir im Video sehen, füllt die dazu benötigte Technik locker einen ganzen Kofferraum.

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Die aufzuzeichnende Person sitzt bei diesem Versuch auf dem Rücksitz des Autos und wird mit Hilfe von angebrachten Kameras, in das Büro des Kollegen holoportiert. Das Ganze ist aber eine größere Herausforderung, als es in dem 40sekündigen Video vielleicht aussehen mag.

Neben der Bandbreitenreduzierung und einer sehr stabilen Drahtlosverbindung musste Microsoft auch neue Algorithmen entwickeln, die beispielsweise etwaige Ruckler oder Helligkeitsschwankungen ausgleichen. Dazu kommt noch die „Verkleinerung“ der Technik, denn normalerweise würde die noch sehr viel größer ausfallen.

Schöne und beeindruckende Sache, Microsoft! Ich bin gespannt, was die Technologie noch alles in petto hat.

via: golem