Microsoft Teams und Office werden mächtiger

Zusammenarbeit wird groß geschrieben: Microsoft will die Funktionalität von "Teams" erweitern und dem Tool eine zentrale Rolle im Office-Gefüge verschaffen. Besonders Unternehmenskunden sollen von der Integration externer Anwendungen profitieren, Entwicklern eröffnet sich ein riesiges Potential.

Microsoft Office gehört als klassischer Software-as-a-Service zu einem der wichtigsten Unternehmensbereiche der Redmonder. Word, Excel & Co. sind immer noch der weltweite Quasi-Standard, wenn es um Büroanwendungen geht. Auf der heutigen Keynote zur Build 2017 Entwicklerkonferenz hat Microsoft eine Reihe von Entwicklungen und Anwendungsbereichen vorgestellt, die Office mehr oder weniger direkt betreffen – dazu gehört vor allem die Collaboration-Lösung “Teams”.

Wie es sich für eine klassische Entwicklerkonferenz gehört, stehen die Neuerungen für Selbige im Vordergrund. Microsoft hat heute bekanntgegeben, dass Entwickler nun Apps und Erweiterungen für “Teams” über den Office Store der Redmonder anbieten können. Mittel- bis langfristig soll das dazu führen, dass die Plattform um sinnvolle Features erweitert wird, die das Zusammenarbeiten im Büro noch effektiver machen.

Ganz vorne mit dabei sind ehemalige Konkurrenten und heutige Partner von Microsoft. So wird z.B. Adobe eine Erweiterung für Teams anbieten, mit der Nutzer auf ihre in der Creative Cloud gespeicherten Daten zugreifen können, damit sie damit innerhalb von Teams weiter verarbeitet oder z.B. mit Kollegen geteilt werden können. Partnerschaften, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wären und zeigen, dass auch die Firmen die Bedürfnisse der Nutzer verstanden haben.

Über den Microsoft Graph erhalten Entwickler im zukünftig möglichen Rahmen einen weitaus größeren Einblick in die Daten, die Office 365 erfassen und verarbeiten kann. Durch diese neuen Insights sollen zukünftige Apps und Erweiterungen in der Lage sein, die eventuell bestehenden Verbindungen zwischen Menschen, ihren Terminen, bereits geführten Unterhaltungen, oder ihren gemeinsamen Projekten zu erkennen.

Im Vorfeld der Build 2017 hatte Microsoft betont, dass die Office-Suite mit all ihren Anwendungen mittlerweile einer der meistgenutzten Schnittstellen für Künstliche Intelligenz sei. Mit der zugrundeliegenden Cloud unterstützen verschiedene Algorithmen den Anwender immer wieder mit fallbezogenen Hilfestellungen, die das Programm in der jeweiligen Situation sinnvoll findet.