Oculus Go VR-Headset vorgestellt: Autark und günstig

Mit der Oculus Go stellt Facebook/Oculus nicht nur ein weiteres VR-Headset vor, sondern platziert sich preislich auch zwischen Gear VR und Oculus Rift. Anfang 2018 soll das neue Headset verkauft werden.

Es tut sich was im Hause Oculus, wie Facebook-Boss Mark Zuckerberg auf der Oculus-Hausmesse OC 4 verkünden konnte. Die Preissenkung der Oculus Rift auf 399 US-Dollar gehört dazu, ebenso ein geplantes kabelloses Headset namens „Project Santa Cruz“ — und auch ein Standalone-VR-Headset namens Oculus Go.

Letztere wurde offiziell vorgestellt und soll Anfang Januar für 199 US-Dollar in die Läden kommen, also etwa die Hälfte der Oculus Rift kosten. Das Headset funktioniert völlig autark, benötigt also weder ein eingelegtes Smartphone noch eine Verbindung zu einem PC.

Oculus Go is a standalone headset that doesn’t require you to snap in a phone or attach a cable. It’s great for playing games, watching movies, or hanging out with friends. And the price is only $199. It ships early next year. Mark Zuckerberg, CEO Facebook

Die Oculus Go kommt zusammen mit einem kleinen Controller und ist übrigens kompatibel zur Samsung Gear VR. Letzteres bedeutet, dass ihr auch bereits über einen ansehnlichen Katalog von Apps verfügt, wenn die Oculus Go an den Start geht.

Kopfhörer sind bei dem Teil schon integriert, ihr könnt per Klinke aber auch alternative Hörer einsetzen. Insgesamt will man besonderen Wert auf den Tragekomfort gelegt haben durch einen speziellen Stoff, der sich an die Gesichtsformen des Trägers anschmiegt und auch der Haltegurt ist elastisch.

Die Blickwinkel sollen in etwa denen der Oculus Rift entsprechen, aber wie es heißt, habe man dafür gesorgt, dass die verwendeten Linsen weniger spiegeln und auch dass die Streuverluste geringer ausfallen. Das Display selbst löst mit 2.560 x 1.440 Pixeln auf und Oculus setzt hierbei auf ein LCD-Panel.

Mit dieser Technologie und dem Preis von 199 US-Dollar verstehen Mark Zuckerberg und Oculus die Oculus Go als den perfekten Einstieg in die VR-Welt. Welche qualitativen Abstriche man gegenüber der Oculus Rift (oder später dem Project Santa Cruz) machen muss, kann man aktuell so natürlich noch nicht einschätzen.

Das wird sich aber alles spätestens Anfang 2018 klären, sobald die Oculus Go in finaler Form vorliegt und angetestet werden kann. Dann werden wir euch auch sagen können, welche Gedanken Oculus bezüglich einer Veröffentlichung in Deutschland gefasst hat. Bislang kennen wir da nämlich weder Preis noch Verfügbarkeit — und ein paar technische Details wird man uns dann auch noch nachliefern müssen.

Auf den ersten Blick ergänzt die Oculus Go die Produktpalette jedenfalls recht sinnvoll und könnte tatsächlich dazu beitragen, dass die VR-Headsets weiter aus der Nerd-Ecke gelockt werden und den Massenmarkt erobern.

Quelle: Oculus via Caschys Blog