Smart Home
PassivDom: Autonomes, mobiles Eigenheim aus dem 3D-Drucker

Das ukrainische Startup PassivDom hat ein modulares Haus entwickelt, das völlig autonom ist und ohne Anschluss an das Telefonnetz und das Stromnetz auskommt. Die benötigte Energie gewinnt das aus 3D-gedruckten Teilen zusammengesetzte Haus über Solarmodule. Das Smartphone dient darüber hinaus zur Steuerung von Smart-Home-Funktionen.

Der Traum vom eigenen Haus ist mit dem „PassivDom“ zum Greifen nahe. Es ist ein mobiles autonomes 3D-gedrucktes Eigenheim, dass es in drei verschiedenen kostengünstigen Varianten zu kaufen gibt. Aber nicht nur das, denn es ist gleichzeitig extrem umweltfreundlich und ein smart Home. Entwickelt wurde das Gebäude vom gleichnamigen ukrainischen Startup, die mit dem PassivDom so etwas wie das Heim der Zukunft erschaffen wollen.

Die benötigte Energie gewinnt das aus 3D-gedruckten Teilen zusammengesetzte Haus über Solarmodule – die überschüssige Energie wird für den späteren Gebrauch in Batterien gespeichert. Noch dazu geht kaum Wärme verloren, da die Fenster extrem isoliert sind. Die Bauweise verspricht, dass man nur ein Zwanzigstel der Energie eines normalen Gebäudes benötigt. Die Wände bestehen aus 3D-gedruckter Kohlefaser sowie Glasfaser und das ganze Haus ist zu 100 Prozent recycelbar.

PassivDom is the world’s first mobile and transportable house with Passive House parameters. Due to the use of advanced materials and unique developments by our engineers, PassivDom has the highest thermal performance among residential buildings. The walls of PassivDom are as warm as brick. Thermal characteristics are high enough to use 20 times less energy than an ordinary building.

Der PassivDom ist völlig autonom, sprich komplett unabhängig von seiner Umgebung und Umwelt. Das spiegelt sich auch in der extremen Flexibilität des Hauses wieder: Man kann es quasi hinstellen wo man möchte, denn es ist in der Tat ein Haus auf Rädern. Eines der größeren Probleme dürfte die Wasser- und Abwasserversorgung sein. Jedoch wird das Trinkwasser beispielsweise aus der Luftfeuchtigkeit gefiltert.

Der PassivDom kommt mit allen notwendigen Geräten und Möbeln: Einbauküche, Bad mit WC, Dusche und Waschbecken sowie ein eingebautes Heiz- und Kühlsystem. Eine Telefonleitung sucht man hier vergeblich, aber laut Hersteller sei diese auch gar nicht erforderlich, da man davon ausgeht, dass die Bewohner des Hauses das Smartphone als Internetgateway verwenden.

Dieses dient auch gleichzeitig als Fernbedienung für den PassivDom, denn alle Systeme können per Handy gesteuert werden. Allerdings muss nicht immer das Smartphone gezückt werden, wenn einem die Temperatur nicht beliebt. Denn das Haus ist ein selbstlernendes System, das Temperatur, Feuchtigkeit und Sauerstoffgehalt ständig überwacht. Dazu gibt es eine Cloud-basierte Videoüberwachung der Umgebung sowie eine Alarmanlage, zur Sicherheit der Bewohner. Über die Datensicherheit lässt sich hier natürlich streiten.

Die kleinste Variante „modulOne“ des Hauses umfasst 36 Quadratmeter und ist für einen Preis von rund 60.000 Euro zu haben. Das doppelt so große „modulDva“ kostet dagegen knapp 95.000 Euro. Die größte Version „modulMoon“ sieht nicht nur futuristisch aus, sie ist es auch – denn dieses Gebäude ist bislang nur ein Konzept. Für mehr Informationen zu den Häusern und ihren Besonderheiten, besucht ihr am besten die Webseite des Herstellers.

via: techcrunch