Raspberry Pi 3 mit neuer CPU, WLAN und Bluetooth nun „IoT-ready“

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Auf den Tag genau vier Jahre nach der Vorstellung des Raspberry Pi „Modell B“ und ein Jahr nach der Vorstellung des Raspberry Pi 2 hat die Foundation heute den Raspberry Pi 3 vorgestellt. Der neue Mini-PC besitzt im Vergleich zum Vorgänger erwartungsgemäß einen schnelleren und zudem 64-bit fähigen Prozessor, einen besseren Grafikchip, bleibt mit seinen Vorgängern kompatibel und funkt nun auch via Bluetooth 4.1 oder ins Wireless-LAN.

Wer nun befürchtet, dass sich diese umfangreichen Verbesserungen in einem erheblich höheren Preis niederschlagen darf sich beruhigt zurücklehnen: 35 US-Dollar soll der Raspberry Pi 3 im Jubiläums-Sale kosten, der Import nach Deutschland ist selbstverständlich ein wenig teurer.

Raspberry Pi 3 – Technische Daten

  • SoC: Broadcom BCM2837
  • CPU: ARM Cortex-A53 (64-bit Quad Core, 1,2 GHz)
  • GPU: 400 MHz VideoCore IV
  • Arbeitsspeicher: 1 GB RAM LPDDR2-900 SDRAM
  • LAN 10/100 Mbps, 802.11n Wireless LAN und Bluetooth 4.1 (BCM43143, Low Energy)
  • Schnittstellen: 4 x USB 2.0, 1 x HDMI, 1 x CSI Camera Port, DSI Display Port, Stereo Out, microSD Port
  • Abmessungen:
    • Maße 85,6 x 56,5 Millimeter
    • Gewicht ca. 45 Gramm

Raspberry Pi 3

Zur Unterbringung des neuen BCM2837-Chips und der Wi-Fi Antenne auf der unverändert kleinen Hauptplatine mussten die LEDs an einen anderen Platz weichen, ansonsten hat sich nicht allzu viel verändert. Sogar bei der Stromversorgung bleibt alles beim alten, weiterhin soll ein 5V microUSB Power-Adapter ausreichen (empfohlen sind 2.5A, sobald die USB-Schnittstellen genutzt werden). Für den Betrieb des Raspberry Pi 3 wird eine neue „New Out Of The Box Software (NOOBS)“ vorausgesetzt, die wie immer über die Download-Page bezogen werden kann. Sowohl die Netzwerk- als auch die Offline-Variante tragen mit dem heutigen Datum die Versionsnummer 1.8.0. Auf der Download-Seite finden sich auch die Betriebssysteme der evtl. unterstützten Drittanbieter, darunter Ubuntu Made oder Windows 10 „IoT“.

Die Produktion und Unterstützung der Vorgängermodelle Raspberry Pi 1 (Modell B+) und 2 (Modell B) soll trotz des neuen 3er fortgesetzt werden, das dürfte vor allem den mittlerweile durchaus ansehnlichen Stamm an industriellen Anwendern freuen. Bleibt zu hoffen, dass die nun neu hinzugefügte WLAN-Funktion noch mehr – auch jüngere – Benutzer (und z.B. Schulen) von dem Kleinstcomputer überzeugen wird. Irgendwann soll das mit diesem Internet of Things ja mächtig abgehen, hab‘ ich jedenfalls gehört ;-).

Quelle raspberrypi.org