Roboter
ROAR Projekt: Studenten entwickeln Roboter zur automatischen Müllentsorgung

Drei Universitäten haben in Kooperation mit Volvo und dem Abfall-Recycling Unternehmen Renova ein Roboter zur Müllentsorgung entwickelt. Mit Hilfe einer Drohne erkennt er voll Mülltonnen und kümmert sich um die Abfallentleerung.
von Vera Bauer am 28. Februar 2016
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Meiner Meinung nach, können viele studentische Projekte sehr innovative Ideen und Produkte hervorbringen. So wie dieses Projekt, welches von Studenten von drei verschiedenen Universitäten entwickelt wurde. Sie arbeiteten mit Volvo und dem Abfall-Recycling Unternehmen Renova zusammen und das Ergebnis ist ein Roboter, der automatisch volle Mülltonnen aufsucht und sie entleert. Eine Drohne scannt die umliegende Umgebung ab und hilft dem Roboter die Behälter zu finden.

Das Projekt mit dem starken Namen ROAR (Robot-based Autonomous Refuse handling) ist eine Zusammenarbeit der Chalmers University of Technology, der Mälardalen University, der Penn State University, dem Volvo Unternehmen und der Renova. Das Ziel von ROAR ist zu zeigen, dass intelligente Maschinen bald in der Lage sein werden, miteinander zu kommunizieren und in vielen Bereichen unseren Alltag zu erleichtern.

We predict a future with more automation. This project is intended to stimulate our imagination, to test new concepts that may shape transport solutions of the future. Per-Lage Götvall, Projekt Manager für Roboterentwicklung bei Volvo

Nun, es ist wirklich ein strebsames Ziel, doch wie genau funktioniert das jetzt mit dem Roboter und den Mülltonnen? Also, der Roboter steht hinten auf einem kleinen Podest am Müllabfuhrwagen. In der Fahrerkabine befindet sich ein Knopf, auf dessen Befehl hin der Roboter startet und die Drohne losfliegt. Letzteres scannt aus der Luft die Straßen nach Müllbehältern ab und kommuniziert ihre Position an den Roboter.

Dieser verwendet dann LIDAR (optische Abstands- und Geschwindigkeitsmessung), GPS, Kameras und andere Sensoren, um die Tonne zu holen und sie zurück zum Müllwagen zu bringen. Dank der Kamera weicht der Roboter Hindernissen aus und bleibt bei bewegenden Elementen, wie Kindern oder Tieren, stehen. Aus der Fahrerkabine heraus, kann man das Bild der Kamera auch sehen.

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Ist der Roboter bei der Mülltonne angekommen, fährt er seine Arme aus und hebt den Behälter auf seine Ladefläche. Dann fährt er sie zum Müllwagen und klinkt sie dort ein, damit die Tonne ausgeleert werden kann. An dem Laster ist auch eine Kamera befestigt und kommt jemand dem Wagen zu nahe, stoppt der Prozess automatisch.

Die Studenten und Forscher entwickelten das ROAR-Konzept innerhalb von vier Monaten und bauten in der Zeit auch den aktuellen Prototypen. Die Mälarden Universität war verantwortlich für die Gestaltung des Roboters selbst und die Leute von der Chalmers Universität für Technologie entwickelte das Aufgaben-Management-System und die Drohne. Die Penn State Universität erarbeitete die Kameras, sowie die Systeme.

Quelle: und theverge