Drohnen
Roboter-Qualle Cyro soll Meere überwachen

Wissenschaftler der Virginia Polytechnic Institute and State University arbeiten nun schon seit ein paar Jahren an Cyro, einer Unterwasser-Drohne. Das Besondere: Der Roboter ist aufgebaut wie eine Qualle, da die Bewegung dieses Lebewesens besonders effizient sind. Später soll Cyro mal im Militär oder in zivilen Einsatzgebieten arbeiten.

Quallen können sich mit minimalen Energieeinsatz durch das Wasser bewegen. Dieses Lebewesen haben sich Wissenschaftler der Virginia Polytechnic Institute and State University zum Vorbild für ihre Unterwasser-Drohne genommen. Das Projekt wurde von der US-Navy mit fünf Millionen US-Dollar gefördert und einen Prototyp der Quallen-Drohne wurde bereits entwickelt. Das Projekt ist eine parallele Weiterentwicklung einer kleineren Roboterqualle namens RoboJelly.

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Die „Cyro“ genannte Drohne besteht aus einer zentralen Einheit für die Steuerung und einem Nickel-Metalhydrid-Akku. Die Konstruktion ist mit einer weißen Silikon-Hülle überzogen und bewegt sich mit acht Armen nach dem Vorbild aus der Natur. Die Roboter-Qualle hat eine Spannweite von über 150 Zentimetern und bringt ein Gewicht von mehr als 70 Kilogramm auf die Waage. Über Sensoren kann sich die Unterwasser-Drohne völlig autonom im Wasser agieren.

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In den letzten Jahren wurde Cyro immer weiterentwickelt und am Ende soll ein weiterer Prototyp dabei rauskommen, der noch energiesparender arbeitet und sich noch natürlicher im Wasser bewegt. Quallen sind zwar nicht die schnellsten Schwimmer in der Tiefsee, jedoch sind ihre Fortbewegungen extrem energiesparend, weshalb sie auch als Vorbild für die Unterwasser-Drohne dienen. Finale Exemplare von Cyro sollen so mehrere Monate mit einer Akku-Ladung auskommen.

Die Roboter-Qualle könnte in Zukunft als militärische Überwachungsdrohne eingesetzt werden, aber auch zivile Einsatzgebiete sind durchaus denkbar. Sie könnte beispielsweise den Meeresboden kartieren, Daten über den Zustand des Ökosystems sammeln oder die Säuberung von ölverschmutzten Gebieten übernehmen.

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Neben diesen Einsatzgebieten erhoffen sich die Forscher ein tieferes Verständnis über die Art der Fortbewegung bei unterschiedlich großen Exemplaren zu gewinnen. Bereits seit 2009 arbeiten die Forscher der Universitäten Virginia Tech College, Providence College in Rhode Island, University of California Los Angeles und University of Texas at Dallas und Stanford University an der Entwicklung. Bis die Drohne einsatzfähig ist sollen allerdings noch einige Jahre vergehen. Ein Nachfolger für Cyro befindet sich bereits in Arbeit.

Quelle: seeker und heise