Virtual Reality
Roto VR: Motorisierter Drehstuhl für mehr Immersion in der virtuellen Realität

Dass eine abgebrochene Kickstarter-Kampagne nicht zwangsläufig das Ende für ein Produkt bedeuten muss, beweist Roto VR. Der motorisierte Drehstuhl für die virtuelle Realität soll die Symptome der Simulatorkrankheit verringern und kann mit jeder VR-Anwendung genutzt werden. Zwei Fußpedale ermöglichen außerdem die Bewegung in der Virtual Reality.

Jeder der schon mal eine VR-Brille benutzt hat weiß, dass Virtual Reality sitzend nur im Drehstuhl so richtig Spaß macht. Das Londoner Start-Up Unternehmen Roto hat sich diese Tatsache zunutzen gemacht und präsentiert mit Roto VR den ersten Drehstuhl, der speziell für VR-Nutzer entwickelt wurde. Im letzten Jahr wurde die dazugehörige Kickstarter-Kampagne abgebrochen, doch das bedeutete nicht zwangsläufig das Ende für den Stuhl. Durch Investoren konnte das Projekt schließlich noch realisiert werden, sodass Roto VR jetzt zum Vorbestellen bereitsteht.

Der VR-Drehstuhl soll für mehr Immersion sorgen und dabei gleichzeitig die Simulatorkrankheit verringern. Gerade VR-Neulinge und sensible Nutzer leiden unter den Symptomen der Simulatorkrankheit, wenn VR-Anwendungen im Sitzen gespielt werden und die Fortbewegung über ein Gamepad gesteuert wird. Das Unternehmen setzt an diesem Punkt mit dem motorisierten Drehstuhl an, denn damit zwischen den Sinneseindrücken des Auges und des Innenohrs weniger Irritationen auftreten, die zu Übelkeit führen können, dreht sich der Stuhl mit der Kopfbewegung des Nutzers.

roto vr 3

Roto VR nutzt einen eigenen Head-Tracker, der an der Seite der VR-Brille angebracht wird und die Kopfbewegungen an den Motor weiterleitet. Dadurch können sowohl mobile VR-Anwendungen per Smartphone als auch stationäre VR-Systeme mit dem Drehstuhl benutzt werden. Natürlich kann aber die Steuerung der Laufbewegung bei Bedarf von der Blickrichtung entkoppelt werden. Dafür sind dann an der Fußleiste des VR-Sitzes zwei Berührungspedale, die angedeutete Schritte in die virtuelle Realität umsetzen.

Der VR-Drehstuhl ist aber nicht ganz billig. In der Standard-Ausführung für mobile VR-Systeme kostet der Roto VR-Sitz rund 600 US-Dollar, wobei Vorbesteller aktuell einen Rabatt von 100 US-Dollar erhalten. Wer den Stuhl mit einer Oculus Rift oder ähnlichem benutzen möchte, braucht eine zusätzliche Halterung für die Kabel, die weitere 99 US-Dollar kostet. Ein Rumble-Feature ist da noch nicht im Preis enthalten und erhöht ihn nochmal um 149 US-Dollar. Zuletzt bietet der Hersteller noch ein kleines Brett als Zubehör, das man am Stuhl anbringen kann, um beispielsweise einen Joystick oder ein Lenkrad aufzubauen – das kostet nochmal 49 US-Dollar extra. In der Summe wären das dann satte 900 US-Dollar – ein ziemlich teurer Spaß. 

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Quelle: vrodo