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Selbstmordprävention: Objective Zero bietet Hilfe für Kriegsveteranen

Die Entwickler der App Objective Zero haben nur ein Ziel: Die Selbstmordrate von Veteranen auf null zu reduzieren. Die Anwendung wurde bereits im letzten Jahr durch Crowdfunding realisiert und wird im September veröffentlicht. Über Objective Zero können sich Kriegsveterane schnell Hilfe holen, wenn es ihnen nicht gut geht.

Durchschnittlich wählen 20 Veteranen jeden Tag den Suizid als letzten Ausweg. Das liegt vor allem daran, dass viele von ihnen mit schweren posttraumatischen Belastungsstörungen aus dem Krieg zurück kommen. Etwas, das wir, die solch schreckliche Bilder noch nie zu Gesicht bekommen haben, uns überhaupt nicht vorstellen können. Betroffene durchleben ihr Trauma immer und immer wieder, sogar nachts. Sie brauchen Hilfe und oft wird diese auch von ihnen angefragt. Das Problem: Die manchmal tage- oder wochenlangen Wartezeiten, bis sich ein Psychiater ihnen annimmt.

Das Warten macht es für diese Leute natürlich nicht leichter. Sie brauchen sofortige Hilfe und das darf nicht aufgeschoben werden, denn sonst kann es am Ende wirklich dazu führen, dass sie den Tod dem Leben vorziehen. Das Ganze ist ein sensibles und schwieriges Thema, bei dem die Entwickler von der sogenannten Objective Zero App versuchen, eine Hilfestellung zu bieten. Ihr Motto: Kriegsveteranen zusammenbringen, damit sie sich gegenseitig helfen können.

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Objective Zero wurde zusammen mit über 200 Unterstützern über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter auf die Beine gestellt. Das liegt jetzt etwa ein halbes Jahr zurück und momentan befindet sich die App noch in der Entwicklung. Sie wird in Zukunft anonyme Veteranen mit anderen Veteranen zusammenführen, die in Selbstmordprävention und Deeskalation trainiert wurden. Sie können dann miteinander chatten, telefonieren oder auch durch Videoanrufe in Kontakt treten.

Objective Zero wird auch größere Chatrooms bereitstellen, in denen die Leute Unterstützung in einer größeren Gemeinschaft finden können. Außerdem soll es einen Bereich in der App geben, in dem Meditations- und Achtsamkeitsübungen erklärt werden, um Veteranen eine Selbsthilfemöglichkeit zu bieten, mit der sie ihre Ängste, Depressionen und Belastungsstörungen bewältigen können.

Zusätzlich dazu können auch Zivilisten, Psychologen und alle Menschen, die helfen wollen, mit den Veteranen in Verbindung treten. Es geht hierbei vor allem darum, schnelle Hilfe anzubieten, sodass man nicht wochenlang auf ein Gespräch mit einem Psychologen warten muss. Objective Zero wird Anfang September veröffentlicht. Der Name der App verrät übrigens auch das Ziel, dass hinter der Idee steckt. Nämlich die Zahl der Selbstmorde von Veteranen auf null zu reduzieren.

via: mashable