Lifestyle
„Skin Motion“: Tattoos, die unter die Haut und ins Ohr gehen

Künstler und Technikliebhaber Nate Siggard wirbelt in der Tattoo-Szene gerade ganz schön viel Staub auf. Mit seiner "Skin Motion" App und den sogenannten Soundwave Tattoos macht er die Hautkunstwerke tatsächlich hörbar. Kunden können sich eine Tonspur tätowieren lassen und sie sich immer wieder anhören.

Tattoos sind oft mehr als nur farbige Kunstwerke auf der Haut. Sie können ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit sein, eine Motivation oder sogar ein Liebesbeweis. Dabei sind Tattoos vor allem eins: Visuell schön anzusehen. Auf eine zweite sinnliche Ebene haben sie es bis jetzt noch nicht geschafft. Allerdings revolutionieren die sogenannten „Soundwave Tattoos“ gerade die Tattoo-Szene. Die Erfindung stammt von dem Künstler und Technikliebhaber Nate Siggard.

Die Idee hatte eigentlich seine Freundin. Denn eines schönen Tages spazieren zwei Freunde in Nates Tattooladen und möchten sich die erste Zeile von Elton Johns „Tiny Dancer“ stechen lassen. Seine Freundin meinte daraufhin, dass es ziemlich cool wäre, wenn man den Satz auch wirklich hören könnte.

Gesagt, getan. Nate lässt sich die Idee patentieren und baut die App „Skin Motion“, um die Tattoos zum Leben zu erwecken. Damit das funktioniert, muss ein genaues Abbild der Schallwellen einer beliebigen Tonaufnahme tätowiert werden. Der Kunde kann sich dazu eine aufgezeichnete Tonaufnahme als Soundwelle in der App oder auf der Webseite ausgeben lassen. Damit geht er dann zu einem Tätowierer, der allerdings zum Soundwave-Network gehören muss, also lizenziert sein muss, damit er die Idee und Technologie nutzen darf.

Sobald der Tätowierer mit dem Kunstwerk fertig ist, stellt er ein Foto davon auf die Plattform. Dort wird die vorher hochgeladene Audiospur des Kunden, mit dem Foto zusammengefügt. Die „Skin Motion“ Anwendung öffnet auf Abruf die Handykamera und wenn man sie über die Tätowierung hält, erkennt es die Form der Schallwellen und spielt die jeweilige Tonspur dazu ab. Die darf übrigens sogar bis zu einer Minute lang sein.

Die „Skin Motion“ App ist derzeit noch in der Entwicklung – der Release ist für Juni 2017 geplant. Falls ihr euch für solch ein besonderes Tattoo interessiert, findet ihr auf der Webseite unterschiedliche Tattoo Artists, die die Kunst des Schallwellenzeichnens beherrschen. Allerdings muss man sich auf einer Warteliste eintragen, da die passende App ja auch noch nicht fertig ist.

Quelle: skinmotion