Interfaces
SkinTrack verwandelt den ganzen Unterarm in ein Touchfeld

An der Carnegie Mellon University beschäftigt sich die Future Interfaces Group momentan mit SkinTrack. Diese Technologie erlaubt es Smartwatch-Trägern mit einem Ring am Finger, den Unterarm als erweitertes Touchfeld zu benutzen. Gesten oder Buchstaben werden einfach auf die Haut gemalt und an die Smartwatch übertragen.

Das Display einer Smartwatch ist klein und mit einem Finger bedeckt man schon fast die Hälfte des gesamten Screens. Allerdings ist ein größerer Bildschirm auch nicht wirklich eine Lösung – das sieht einfach unschön aus. Die neuste Lösung für dieses Problem nennt sich SkinTrack und macht den gesamten Unterarm, an dem das Wearable anliegt, zu einer Schnittstelle. Die Future Interfaces Group an der Carnegie Mellon University beschäftigt sich mit dem Thema.

skintrack smartwatch und ring

Die Smartwatch erhält dabei eine Reihe von Sensoren, sodass die Oberfläche des Arms wie ein Touch-Feld zu bedienen ist. Dabei funktioniert das System im Prinzip mit einem Ring am Finger der anderen Hand, der mit der Smartwatch am Handgelenk kommuniziert. Wenn der Finger mit dem Schmuckstück die Haut in der Nähe der Uhr berührt, wird ein elektrisches Signal durch den Arm gesendet. Die Smartwatch ist dann in der Lage, die Position des Fingers, nur durch die Distanz zum Ring zu bestimmen. Dafür sind insgesamt vier Sensoren in dem Uhrenband nötig.

skintrack sensoren

Es gibt eine Menge coole Sachen, die sich durch diese tolle Art der Schnittstelle ergeben. Im Video sehen wir beispielsweise die Gestensteuerung der Smartwatch am Arm oder auch das Aufmalen von Buchstaben auf dem Handrücken, um verschiedene Apps aufzurufen. Bei Angry Birds kann man nun sogar die Vogelschleuder weiter nach hinten ziehen, um die armen Tiere noch viel viel weiter zu werfen. Auf der Smartwatch wird die Position des Fingers auch durch einen blauen Kreis angezeigt. So weiß man, ob man die richtige Position einer Zahl auf einer Wählscheibe erwischt.

skintrack buchstabe pc

Die Technologie funktioniert sogar, wenn Stoff auf dem Arm liegt und die Smartwatch kann den Finger auch tracken, wenn dieser über der Haut schwebt. Natürlich wird es noch einige Zeit dauern, bis dieses System im Consumer-Bereich angekommen ist und im Video sieht das alles noch sehr prototypisch aus. Allerdings funktioniert es schon mal, und das ist wohl die Hauptsache.

Quelle: digitaltrends