Smart City
Smart City: Schlaglöcher durch Drohnen mit Asphaltdruckern reparieren

Straßenschäden müssen in der zukünftigen Smart City natürlich auch intelligent bearbeitet werden. Deshalb haben sich Forscher aus Großbritannien eine Drohnen-Lösung samt 3D-Drucker überlegt, die Schlaglöcher einfach überdrucken.

Straßen mit Schlaglöchern sind unschön und unfassbar nervig zum Befahren. Holprige Autofahrten machen einfach keinen Spaß und können schlimmstenfalls sogar Schäden am Fahrzeug verursachen. Das bedeutet, die Straßenlöcher müssen in aufwendigen Bauarbeiten mit Teer überbügelt werden. Doch wird das in den zukünftigen Smart Cities immer noch der Fall sein? Forscher aus Großbritannien sind da anderer Meinung.

Sie wollen das Konzept der intelligenten Stadt auf ein neues Level heben und sie quasi zu einer sich selbstreparierenden City upgraden. Ihre Idee sieht folgendes vor: Installierte Straßenkameras sollen per Bilderkennungssoftware die Straßen ständig nach Löchern absuchen. Haben sie eins entdeckt, kommunizieren sie selbstständig mit speziellen Drohnen, die mit einem integrierten 3D-Drucker ausgestattet sind und schicken sie zu den Straßenschäden. Die Drohnen würden die Löcher dann quasi einfach zu drucken.

Der Eingriff an der Straße würde so viel “invasiver” ablaufen und keine störenden Straßensperrungen nach sich ziehen. Das Konzept wäre auch viel günstiger, denn in ihrer Recherche zu dem Thema, stellten die Forscher fest, dass für Straßenschäden sehr oft viel zu viele Reparaturteile verwendet werden. Löcher, die nur eine kleine Menge Teer zum Schließen benötigen würden, werden mit einer ganzen Tonne des flüssigen Pech überschüttet.

“Vor zwanzig Jahren galt die Idee der Energierückgewinnung durch Bremssysteme als exotisch, als sie in der Formel 1 eingesetzt wurde. Heute ist es in vielen Hybridfahrzeugen üblich, dass man heute auf der Straße fahren kann. Es ist das Gleiche hier. Hier geht es darum zu demonstrieren, wie wir die verschiedenen Teile dieses Puzzles zusammenkleben können. Wir sind Akademiker, also ist es unsere Aufgabe, den High-Concept-Ansatz zu betrachten. Durch unsere Interaktion mit der Industrie werden sie dann Wege finden, es umzusetzen.” Phil Purnell, Professor für Werkstoffe und Strukturen an der Universität Leeds

Es kann auch vorkommen, dass kleine Dellen in der Fahrbahn durch Autos und Wetterbedingungen schnell zu großen Löchern werden und eine Zeit lang unbeachtet bleiben. Mit Drohnen im Einsatz könnte man das Vergrößern dieser Schäden direkt im Keim ersticken, da sie schnell eingesetzt werden können.

Der Prototyp der Forscher ist bereits jetzt schon in der Lage, Asphalt mit einer Genauigkeit von 1 Millimeter an die richtige Stelle zu drucken. Dabei verwendet die Kreuzung aus Drohne und 3D-Drucker kein übliches Drucker-Filament, wie von üblichen Geräten bekannt, sondern tatsächlich Asphalt bzw. Teer.

via: digitaltrends