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Spendenaufruf für Kinder in Not: Unicef sucht Gamer für Krypto-Mining

Um Kinder in syrischen Kriegsgebieten zu unterstützen, schlägt Unicef einen neuen Weg ein. Man bietet nun nämlich Krypto-Mining als Spendenmöglichkeit an. Leute mit leistungsstarken Grafikkarten werden besonders dazu aufgerufen.
von Vera Bauer am 4. Februar 2018

Die UN-Kinderhilfsorganisation Unicef setzt sich bekanntlich für leidende Kinder auf der ganzen Welt ein. Nun geht man ungewöhnliche Wege, um Spenden zu generieren. Unicefs neues Projekt nennt sich „Game Chaingers“ und setzt aufs Geldsammeln durch Krypto-Mining. Das Kinderhilfswerk ruft alle Gamer, eSport-Fans und alle , die eine leistungsfähige Grafikkarte in ihren Computern verbaut haben, zum helfen auf.

Unicef stellte dazu auf der eigens erstellen Webseite chaingers.io Mining-Clients zur Verfügung. Ihr könnt ihn euch hier herunterladen. Eine leistungsfähige Grafikkarte ist deshalb wichtig, da der Client dessen Shader-Rechenkerne nutzt, um die Krypto-Währung Ethereum zu gewinnen.

Laut der Hilfsorganisation soll dieses Vorgehen den Vorteil haben, dass Spender aktiv keinen Cent mehr zahlen müssen, um zu helfen. Das einzige was Gamer bezahlen müssten, sind natürlich die anfallenden Stromkosten, aber auch die dürften sich sehr gering halten. Unicef zufolge würde dabei nicht mehr Computerleistung gebraucht werden, als beim Darstellen eines normalen Computerspiels. Das Programm muss auch nicht dauerhaft laufen. Es reicht aus, es bei Nichtbenutzung des PC zu starten.

Sämtliche gewonnene Ethereum-Beträge wandern danach auf das Unicef-Konto. Mit den gesammelten Einnahmen, sollen Medikamente und überlebenswichtige Ressourcen für Kinder in syrischen Kriegsgebieten organisiert werden. Je mehr Leute mitmachen, desto größer sind natürlich auch die Spenden.

Laut Unicef, habe man das Projekt ins Leben gerufen, um einen neuen attraktiven Weg zu finden, Spenden einzusammeln. Die meisten ihrer bereitwilligen Spender seien schon über 50, so die Organisation. Mit dem Weg des Krypto-Minings ist man auf dem aktuellen Stand der Entwicklung und spricht somit auch eine jüngere Zielgruppe an. Ich persönlich halte die Aktion für große Klasse und sie verlangt nicht viel, könnte aber mehr bewirken, als man meint.

via: heise