Spotify schreddert eventuell eure Festplatte

Die Spotify-App belastet die SSDs und HDDs eurer PCs und Notebooks möglicherweise so extrem, dass die Datenträger dadurch zerstört werden können. In den vergangenen Wochen häufen sich die Hinweise auf Schreiblasten von mehreren hundert Gigabyte pro Tag. Spotify, die das Problem bereits länger zu kennen scheinen, hat nun ein Update der App veröffentlicht, mit der sich die Sache angeblich erledigt haben soll. Das wiederum bestreiten bereits die ersten Benutzer und verweisen weiterhin auf einen inoffiziellen Workaround.

Wenn pro Song bis zu 300 Megabyte über die Platte rattern, dann hat sich die ganze Idee von MP3s und anderen komprimierten Soundfiles eigentlich erledigt, oder? Unter diesem Phänomen leidet die Spotify App bereits seit mehreren Monaten. In den offiziellen Supportforen wird von Datenmengen berichtet, die in keiner Relation zum Anwendungsbereich der Software stehen.

spotify-04

In nur zweieinhalb Stunden soll die App satte 28 Gigabyte über das Laufwerk gejagt haben. Sogar im StandBy-Modus, also ohnen das Abspielen eines Songs erweist sich das Programm als wahrer Schaufelbagger. Die Ursache für den Datenhunger ist völlig unklar, eine offizielle Erklärung oder ein Changelog gibt es hierzu nicht.

Mit der Version 10.0.42 will Spotify das lange bekannte Problem nun endlich behoben haben, das Update werde in den kommenden Stunden für alle Benutzer bereitgestellt. Während einige Benutzer eine Behebung bestätigen, berichten andere Betroffene von zwar verminderten, aber immer noch ungewöhnlich hohen Belastungen. Den Angaben zufolge soll Spotify nun immer noch einige hundert Megabyte pro Stunde „verbrauchen“.

Den Foreneinträgen ist auf einen schnellen Blick nicht zu entnehmen, ob die Spotify-Anwendung die Daten tatsächlich permanent streamt oder ob die Mega- und Gigabytes teilweise von A nach B über das Laufwerk geschoben werden. Im ersten Fall wäre es natürlich doppelt ärgerlich, weil damit völlig unnötig die Datenübertragung belastet würde.

Der zwischenzeitlich verbreitete Workaround beinhaltet das Anlegen einer Ramdisk.

Falls ihr Spotify nutzt, einen ähnlichen Effekt beobachtet und/oder bereits das Update erhaltet, meldet euch doch mal mit euren Erfahrungen in den Kommentaren.