Wissenschaft
Starttermin der ersten SpaceX Marsmission nach hinten verschoben

Elon Musk hat ambitionierte Pläne, was die Besiedlung des Mars angeht und muss sie nun leider nach hinten verschieben. Eigentlich sollte 2018 die erste Raumsonde zu dem roten Planeten fliegen, um dort Technologien für die Landung der Menschen zu testen. Nun wurde dieses Vorhaben auf 2020 verlegt und das hat verschiedene Gründe.
von Vera Bauer am 19. Februar 2017

Im vergangenen Jahr hatte Elon Musk große Pläne. Sein Raumfahrtunternehmen SpaceX wollte ursprünglich schon im Jahr 2018 mit der sogenannten „Red Dragon Mission“ loslegen. Dann sollte eine Raumsonde zu unserem roten Nachbarplaneten geschickt werden, um erste Technologien für die Landung dort zu testen. 2024 sollten dann 100 Menschen zum Mars abheben, um sich dort neu zu kolonisieren. Jetzt wurde bekannt gegeben, dass der Starttermin der ersten Mission mit Raumsonde um zwei Jahre nach hinten verschoben wird. Doch warum?

Zum einen hat es den Grund, dass sich SpaceX wohl erstmal auf irdische Projekte in der nahen Zukunft konzentrieren will, bevor man auf einem anderen Planeten etwas Neues anfängt. Das umfasst unteranderem auch die Falcon Heavy, die größte Rakete, die SpaceX jemals gebaut hat. Sie kann schwere Nutzlasten transportieren und ist für entfernte Teile unseres Sonnensystems ausgelegt. Allerdings gab es in den letzten zwei Jahren immer wieder Probleme mit explodierenden Raketen. (Vielleicht sollte sich das Raumfahrtunternehmen mit Samsung zusammen tun ;))

We were focused on 2018, but we felt like we needed to put more resources and focus more heavily on our crew program and our Falcon Heavy program, so we’re looking more in the 2020 time frame for that. Gwynne Shotwell, SpaceX-Präsidentin

Das soll natürlich geändert werden und dann steht noch ein weiterer Testflug der Falcon Heavy an, bis die Rakete im Sommer auf ihre erste Mission ins All fliegt. Bis 2020 wird sie also erstmal in kleinen Schritten an die Red Dragon Mission herangeführt. Es ist außerdem nicht besonders leicht eine schwere Raumsonde auf dem Mars zu landen, da die Atmosphäre relativ dünn ist und diese so kaum bremsen kann. Auch das soll mit der Rakete ausgelotet werden.

Ein weiterer Grund, warum der Start um zwei Jahre nach hinten verschoben wurde, liegt bei den unterschiedlichen Umlaufbahnen von Erde und Mars. Nur alle 26 Monate ist der Abstand der Bahnen zueinander am geringsten, sodass der Start zu diesem Zeitpunkt einfach am günstigsten wäre. Auch die NASA sieht das so, denn sie wollen in dem Jahr auch ihren nächsten Mars-Rover auf die Reise schicken.

via: theverge